Ganderkesee /Landkreis Die Landwirte sind weiter in Alarmstimmung – das wurde am Dienstagabend auch auf der Jahreshauptversammlung des Ortslandvolkverbandes Ganderkesee deutlich: Viele Betriebe seien in ihrer Existenz gefährdet, warnte der Geschäftsführer des Kreislandvolks, Bernhard Wolff, mit Blick auf bedrohliche Entwicklungen wie das Herannahen der Afrikanischen Schweinepest und die Ausweisung der „roten Gebiete“ mit Einschränkungen bei der Düngung.

Den Berufsstand in Gefahr sieht auch der Ortslandvolk-Vorsitzende Cord Wübbenhorst: „Die Herausforderungen für die Betriebe wachsen stetig.“ Wübbenhorst bedankte sich bei allen Mitgliedern, die den Aufrufen von „Land schafft Verbindung“ gefolgt sind und sich mit viel Einsatz an den Treckerdemonstrationen beteiligt haben. Er betonte, dass diese Aktivitäten nebenbei laufen, während die Landwirte sich um ihre Betriebe kümmern.

In der Versammlung vor vollem Haus im Gasthof „Zur Linde“ in Grüppenbühren stellte sich der mögliche neue Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes Oldenburg, Detlef Kreye, den Mitgliedern des Ganderkeseer Ortslandvolks vor. Der 53-Jährige kandidiert am 13. März für die Nachfolge von Amtsinhaber Jürgen Seeger. Kreye betreibt in Großenkneten eine Schweinemast (250 Tiere). Seine Kaninchenzucht mit bis zu 1000 Tieren hat er nach 30 Jahren kürzlich bis auf Weiteres aufgegeben. Als Vorsitzender des Bundesverbandes der Kaninchenfleisch- und -wollerzeuger (seit 2014) sowie durch sein Engagement im Ortslandvolk Großenkneten (seit 15 Jahren) hat er sich zudem ein Netzwerk in der Branche aufgebaut.

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Der Kreislandvolksvorsitzende vertritt die Interessen der Kolleginnen und Kollegen in gut 1000 Betrieben: 993 im Landkreis Oldenburg, 46 in der Stadt Oldenburg und 60 in der Stadt Delmenhorst. Derzeit besucht Kreye die Jahreshauptversammlungen der Ortslandvolkverbände, damit sich die Mitglieder ein Bild von ihm machen können.

Der amtierende Kreislandvolkvorsitzende Jürgen Seeger (62) ist seit 15 Jahren im Amt. Er habe das Ehrenamt nur ausüben können, weil seine drei Söhne auch Landwirte sind und im Betrieb arbeiten. Vergleichbar sieht es bei Familie Kreye aus. Auch die beiden Söhne von Detlef und Diana Kreye sind Landwirte. „Sie sind zwar nicht im Betrieb, packen aber bei Bedarf auf unserem Hof mit an“, erklärt Kreye.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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