E-Mobilität
Nutzung von Stromtankstellen steigt

Die EWE betreibt im Landkreis Oldenburg Stromtankstellen für E-Autos an 16 Standorten. Einige davon wurden vom Landkreis in Auftrag gegeben. Aber wie ausgelastet sind die Tankstellen?

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(Symbolbild) Stecker statt Tankstutzen: Die Zahl der E-Autos im Landkreis Oldenburg hat in den vergangenen Monaten zugenommen.Bild: Archiv
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Ganderkesee /Landkreis Ahlhorn, Dötlingen, Essen (Oldenburg), Ganderkesee, Stenum, Bookholzberg, Harpstedt, Hatten, Wardenburg und Wildeshausen: In diesen Gemeinden und Ortsteilen betreibt die EWE eine oder mehrere Stromtankstellen für E-Autos. „Die Basis an Nutzern steigt stetig“, so Dietmar Bücker aus der Konzernkommunikation des Oldenburger Unternehmens. Doch was bedeutet das in konkreten Zahlen?

Die Auslastung nehme grundsätzlich zu, bestätigt auch Manuela Schöne, Klimaschutzmanagerin des Landkreises Oldenburg. Der Landkreis hat aus eigenen Mitteln mittlerweile neun Stromtankstellen, zwei davon in Wildeshausen, in Auftrag gegeben. Die bislang letzte wurde jüngst in Hatten-Sandkrug eröffnet. Mit der Auslastung der Stromtankstellen sei man zufrieden, so Manuela Schöne. Ohne die Anlage in Hatten-Sandkrug habe man im vergangenen Jahr Fahrzeuge mit rund 6400 Kilowattstunden versorgen können.

Wie genau die Auslastung der einzelnen Säulen ist oder wie viele (unterschiedliche) Kunden die Säulen bislang genutzt haben, wird seitens des Landkreises nicht mitgeteilt. Einen Eindruck gibt aber das Beispiel der Stromtankstelle an der Stedinger Straße in Bookholzberg: Bis Dezember wurden hier rund 2400 Kilowattstunden Strom „getankt“. Zum Vergleich: Ein Zwei-Personen-Haushalt (Wohnung) verbraucht laut Stromspiegel im Schnitt pro Jahr 3000 Kilowattstunden. An der Rückseite der Säulen kann abgelesen werden, wie viel Strom durch die beiden Zapfstellen seit Inbetriebnahme geflossen ist. Am Dienstagvormittag zeigten die Stromzähler 2105 bzw. 2115 Kilowattstunden an – insgesamt also 4220 und somit rund 1820 Kilowattstunden mehr als Anfang des Jahres. Die Ladesäule in Bookholzberg hat eine Leistung von 22 Kilowatt.

Aber nicht nur bei den Stromtankstellen scheint der Trend nach oben zu gehen. Auch die Zahl der im Landkreis Oldenburg zugelassenen E-Autos hat zugenommen. Verzeichnete die Zulassungsstelle des Landkreises im März vergangenen Jahres noch 75 Elektroautos und 122 872 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, sind es aktuell „133 rein elektronisch betriebe Fahrzeuge und 103 296 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor“, so Christin Praciak von der Zulassungsstelle auf Nachfrage der NWZ.

Der Landkreis Oldenburg gibt bei Neuanmeldung eines E-Autos auch weiterhin eine Stromtankkarte aus, mit der ein Jahr lang kostenlos an entsprechenden Stromtankstellen getankt werden kann. „Rund 80 Prozent der E-Auto-Nutzer tanken aber zu Hause“, so Manuela Schöne. Trotzdem wolle der Landkreis die Menschen sowohl durch den Ausbau der Infrastruktur als auch durch Anreize wie die Stromtankkarte weiter motivieren, auf Autos mit Verbrennungsmotor zu verzichten.

Ein Verzicht, den auch die Gemeinde Ganderkesee zumindest in Teilen in Angriff nimmt: Das so genannte „Bürgerauto“, ein elektrisch betriebener Renault Zoe, soll im Oktober angeschafft werden. Für das Auto, das künftig zunächst vom Seniorenbeirat eingesetzt werden soll, gab es eine Förderung des Bundes. „Das ist für uns auch eine Art Pilotprojekt“, so Lars Gremlowski, Klimaschutzmanager der Gemeinde Ganderkesee. Man wolle zusammen mit dem Seniorenbeirat nun Erfahrungen sammeln.

Ebenfalls im Herbst soll zudem gegenüber der Polizeistation Ganderkesee an der Bergedorfer Straße eine weitere Stromtankstelle, ähnlich der in Bookholzberg, für Fahrzeuge eröffnet werden.

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