Ganderkesee Die Landwirte haben ein klares Feindbild, das Nabu heißt: Wer das noch nicht wusste, erfuhr es in der vergangenen Woche bei der Trecker-Demo in Oldenburg, wo sich der Bauernzorn in der Geschäftsstelle des Naturschutzbundes entlud, oder spätestens vergangenen Donnerstag in Ganderkesee im Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz.

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Es ging um einen Grundsatzbeschluss, nach dem die Gemeinde und von ihr beauftragte Unternehmen bei Anpflanzungen vor allem heimische Arten verwenden wollen, zur Orientierung sollte unter anderem eine Sträucher-Liste des Nabu dienen. Das war jedoch mit den drei Landwirten im Ausschuss nicht zu machen: Günter Westermann (CDU), Jürgen Strudt­hoff (FDP) und Volker Schmidt (Freie Wähler) erklärten übereinstimmend und unmissverständlich, dass sie eine Beschlussempfehlung ablehnen würden, in der das Wort „Nabu“ auch nur vorkommt.

Um die „ideologische Diskussion“, so Bürgermeisterin Alice Gerken, nicht weiter zu verschärfen, regte sie an, aus der „Liste des Nabu“ in der Beschlussempfehlung „die der Drucksache beigefügte Liste“ zu machen. Das fand überwiegend Zustimmung – nur die CDU enthielt sich.

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Die Landwirte ärgert insbesondere das vom Nabu mit anderen Umweltorganisationen angestoßene Volksbegehren zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Auch in Ganderkesee soll die Unterschriftenaktion bald starten. Und auch hier ist das Tischtuch derzeit durchschnitten, wie Nabu-Ortsvorsitzender Hans Fingerhut bedauert.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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