Ganderkesee Klimaschutz und Umweltveränderungen sind Tagesthemen in den Nachrichten – die Jägerschaft in Ganderkesee ist täglich sehr direkt mit ihnen konfrontiert. Zu bekannten Problemen wie der Schweinepest oder der Annäherung des Wolfs rückt jetzt auch der heimische Fasan in den Fokus.

Der Fasan verschwindet

Der Rückgang des Fasans war das Hauptthema der Versammlung. Kreisjägermeister Martin Meyer Lührmann aus Bersenbrück referierte über den langanhaltenden und bundesweit erstaunlich gleichmäßigen Rückgang der Population seit 2007, der nach wie vor viele Fragen aufwirft. Es gebe zwar eine hohe Kükensterblichkeit durch eine generelle Anfälligkeit für Krankheiten, aber eine Hauptursache sei dafür bisher nicht auszumachen. Für Ganderkesee wies Hegeringleiter Jan-Bernd Meyerholz in dem Zusammenhang auf die Blühstreifen hin, mit denen artenreiche Biotope angelegt und damit auch Deckung für Fasanküken ermöglicht würden. Er bedankte sich bei allen Teilnehmern in der Gemeinde, die an der Aktion teilnehmen und Flächen zur Verfügung stellen.

Jagdhornbläser suchen noch Verstärkung

Geehrt wurden auf der Jahreshauptversammlung langjährige Mitglieder des Hegerings Ganderkesee. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Christian Schröer und Hans Hinrichs (beide in Abwesenheit) ausgezeichnet. Auf 50 Jahre brachten es Heiko Schütte und Magnus Denker, während Wilfried Roch für seine 60-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde.

Jagdhornbläser werden gesucht, lässt Bläserobfrau Bernhild Himmelskamp-Alfs mitteilen. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich, geprobt wird jeden Dienstag, 20 Uhr, im Schützenhof am Habbrügger Weg. Interessierte können sich unter Telefon  04221/44 705 melden.

Gute Wildtiererfassung

Erneut habe man in Ganderkesee eine hundertprozentige Beteiligung aller Reviere bei der Wildtiererfassung. Meyerholz bedankte sich für den Einsatz der Kollegen und betonte, dass Jäger die einzige Naturschutzgruppe seien, die derart ausführlich Tiere zählten. Die Landesjägerschaft Niedersachsen habe dadurch seit 27 Jahren sehr genaue Statistiken über Vorkommen und Strecken des heimischen Wilds.

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Schweinepest ist hartnäckig

Auch in diesem Jahr ist die afrikanische Schweinepest präsent, führte Meyerholz aus. Das Virus sei erstaunlich widerstandsfähig, stabil gegenüber Fäulniseinwirkungen und auf jeden Fall tödlich. Nicht nur die Kadaver selbst, auch die Suhlen von Wildschweinen seien Ansteckungsherde. Geschossenes Wild sollte so wenig wie möglich umhergefahren werden, eine Zusammenarbeit und Absprache mit dem Veterinäramt im Umgang mit gefundenem Fallwild sei dabei unbedingt notwendig. Es sei wichtig, im Seuchengebiet keine Tiere durch jagdliche Aktivitäten zu versprengen, diese seien vielmehr nach einer Jagdruhe von idealerweise zwei Monaten koordiniert und durch geschulte Jäger durchzuführen.

Der Wolf im Landkreis

Die Diskussion um die Rückkehr des Wolfes habe neue politische Dimensionen angenommen, sagte Meyerholz. Die Länder Niedersachsen, Sachsen und Brandenburg fordern ein nationales Konzept zum Umgang mit dem Wolf, zusammen mit der Möglichkeit einer Bestandsregulierung. Rund die Hälfte aller Daten des Monitoring um den Wolf komme aus der Jägerschaft, es sei deshalb wichtig, dass alle Sichtungen auch gemeldet würden. Meyerholz geht davon aus, dass es im Landkreis ein regelmäßiges Wolfsvorkommen gibt, von einer Sichtung via Wildkamera wisse man derzeit aber noch nichts. Bei Unfällen mit Wölfen sei in jedem Fall das Veterinäramt hinzuzuziehen.

Erneute Ferienpassaktion

Da die Ferienpassaktion mit der Gemeinde letztes Jahr sehr gut angenommen wurde, wird sie in diesem Jahr wiederholt: Am 29. Juli wird in Bergedorf ein Treffen mit 15 Kindern von sechs bis zehn Jahren stattfinden, mit anschließender Pirsch, Wildbeobachtung sowie einem gemeinsamen Frühstück.

Arne Haschen Redakteur / Redaktion Ostfriesland
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