Ganderkesee Die Monate vergehen, die Überschriften der Meteorologen bleiben die gleichen: „Deutlich zu mild und zu trocken“ nennt das Wetterkontor Ingelheim, das allmonatlich für die Nordwest-Zeitung das Wetter in und um Ganderkesee analysiert, auch den ersten Monat des neuen Jahrzehnts. Damit setzt sich im Januar 2020 der Trend fort, der auch in den Monaten zuvor bereits gemessen und beschrieben wurde.

Mancherorts war es sogar der wärmste Januar aller Zeiten – in Ganderkesee indes nicht. Hier wich die mittlere Temperatur im vergangenen Monat um 3,5 Grad vom langjährigen Mittelwert ab. 2016 hatte die Januartemperatur in dieser Region sogar um 3,7 Grad über dem Durchschnittswert der vergangenen 30 Jahre gelegen. 1999 waren es sogar 3,9 Grad mehr – damals war der langjährige Mittelwert aber auch noch um ein paar Zehntelgrad niedriger.

Auf jeden Fall „ähnelte der Januar in diesem Jahr einem Herbstmonat“, heißt es im Bericht des Wetterkontors. Die mittlere Temperatur betrug 5,3 Grad (bei 1,8 Grad liegt das langjährige Monatsmittel). Nur sechsmal gab es in diesem Januar Nachtfrost, lediglich einmal – gleich am Neujahrstag – blieben die Temperaturen auch tagsüber unter dem Gefrierpunkt. Wärmster Tag des Monats war der 15. Januar mit 13,8 Grad, die kälteste Nacht war die zum 2. Januar.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Woran es liegt, dass der Winter einfach nicht kommen mag, erklärt das Wetterkontor so: „Kräftige Tiefdruckgebiete zogen immer wieder von Island nach Nordrussland, während sich über dem Mittelmeer eine Hochdruckzone erstreckte. Dazwischen gelangte mit einer starken Südwest- bis Westströmung milde, teilweise auch sehr milde Luft zu uns.“

Es war zwar im vergangenen Monat zu warm – aber nicht zu sonnig: Mit 37,2 Sonnenstunden an den 31 Tagen blieb der Januar 2020 um ein Fünftel unter dem üblichen Wert. Überwiegend sei das Wetter „grau in grau“ gewesen, heißt es aus Ingelheim.

Die Tiefs brachten auch immer mal wieder Regen mit – insgesamt hielten sich die Niederschlagsmengen für einen Januar aber in Grenzen: 35,7 Liter pro Quadratmeter hat das Wetterkontor gemessen, das seien nur 61 Prozent des langjährigen Mittelwerts. Und Schnee gab’s schon mal gar nicht – auch das ist für einen Januar absolut ungewöhnlich.

Weiße Pracht ist auch weiterhin nicht in Sicht: „Es wird Anfang nächster Woche zwar wieder kälter“, weiß Wetterkontor-Geschäftsführer Jürgen Schmidt, „aber mehr nasskalt. Eine geschlossene Schneedecke wird es nicht geben.“ Und auch die längerfristigen Wettermodelle ließen keinen Winter erkennen.

Auf den Absatz von Winterkleidung hatte das milde Wetter aber offenbar wenig Auswirkungen: „Wir haben sehr gut verkauft“, sagte beispielsweise die Angestellte Petra Meyer im Ganderkeseer Textilgeschäft Cactus. Allerdings sei man beim Ordern der Ware schon zurückhaltend gewesen: „Die ganz dicken Stiefel haben wir gar nicht erst bestellt.“

Der große Wahl-Check Oldenburg
Sagen Sie uns Ihre Meinung und sichern Sie sich im Anschluss die Chance auf 5x 100 €-Gutscheine für den Nordwest-Shop.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.