Ganderkesee /Bookholzberg 80 bis 100 neue Wohneinheiten entstehen hier, eine Kindertagesstätte mit 80 Plätzen ist schon da und vielleicht kommt ja irgendwann auch noch ein kleiner Supermarkt dorthin: Dass an der Straße Bargup, die ins neue Baugebiet im Osten Bookholzbergs führt, der Verkehr drastisch zugenommen hat und wohl noch weiter zunehmen wird, erscheint offensichtlich. „Es gab schon viele prekäre Situationen“, hat Marcel Dönike beobachtet, besonders zu den Bring- und Holzeiten der Kita.

Mehr Verkehrssicherheit erhofft sich der SPD-Ratsherr durch eine Ampelanlage oder einen Kreisverkehr an der Kreuzung Bargup/Nutzhorner Straße/Kreyenhooper Straße. Einen Antrag, diese Möglichkeiten zu prüfen, hatte die SPD bereits im September eingereicht. Die Gemeindeverwaltung hält solche Maßnahmen indes für verfrüht: Die Verkehrsabläufe im Bereich der Kreuzung sollten zunächst über einen längeren Zeitraum beobachtet werden, teilte sie dem Ausschuss für Straßen und Verkehr am Mittwochabend mit. Zudem sollten Verkehrszählungen vorgenommen werden, um die Notwendigkeit einer Ampel oder eines Kreisverkehrs zu belegen – oder auch nicht.

Das befürchten die Befürworter: Dass die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – die für die Nutzhorner Straße (L 867) zuständig ist – nach Zählungen zu dem Schluss kommt, das Verkehrsaufkommen rechtfertige keine zusätzlichen Baumaßnahmen, kennt man in Ganderkesee ja schon. „Es ist immer dass Gleiche“, stellte Arnold Hansen (Freie Wähler) fest, „wir wollen die Verkehrssicherheit erhöhen, aber die Straßenverkehrsordnung gibt das nicht her.“

Gerne hätten vor allem die SPD-Vertreter im Ausschuss schon vor der angekündigten Beobachtungsphase schnelle Lösungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit gesehen: Die Installation einer provisorischen Bedarfsampel – wie sie auch an der Zufahrt zum Ganderkeseer Neubaugebiet mit Kita an der Fritz-Reuter-Straße eingerichtet wurde – forderte Dönike. Seine Fraktionskollegin Christel Zießler regte an, beim Erschließungsträger des Baugebiets wegen einer Kostenbeteiligung anzufragen. Darauf wollte sich die Verwaltung aber nicht einlassen.
  Nach wie vor unklar ist auch, wie es an der Kreuzung Westtangente/Oldenburger Straße/Am Welsetal in Bookhorn weitergeht. Dort soll ebenfalls – und auch vor allem auf Drängen der SPD – ein Kreisverkehr entstehen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Zuletzt gab es widersprüchliche Aussagen zum erforderlichen Grunderwerb: Während die Verwaltung weitere Gespräche mit den Eigentümern für „nicht sinnvoll“ erachtete, erklärten die Grundbesitzer ihre „grundsätzliche“ Verkaufsbereitschaft. Dieser Widerspruch konnte auch in der Ausschusssitzung am Mittwoch nicht aufgeklärt werden. Die Verwaltung soll nun noch einmal das Gespräch suchen.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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