Ganderkesee /Bookholzberg Wenn es irgendwo eng und der Platz knapp ist, wird gern ein Bild aus der Mode bemüht: Der Anzug kneift, heißt es dann. Bei der Bookholzberger Feuerwehr „ist der Anzug schon geplatzt, die Knöpfe sind raus“ – so beschrieb Ortsbrandmeister Carsten Drieling am Donnerstagabend die Situation im Feuerwehrhaus an der St.-Florian-Straße.

Das im vergangenen Jahr erhaltene Löschfahrzeug für den Katastrophenschutz konnten die Bookholzberger Kameraden noch gerade so in die Halle bugsieren. Wollen sie indes Material aus dem Fahrzeug ausladen, stoßen sie an Grenzen. „Die Wände sind voll, da passt nichts mehr hin“, sagt Drieling. Zudem wartet die Wehr dringend auf ein neues Tanklöschfahrzeug, das ein 27 Jahre altes Vorgängermodell ersetzen soll: Das soll 2021 da sein – spätestens dann muss das neue Feuerwehrhaus im Gewerbegebiet „An der Bahn“ also fertig sein.

Neue Führungskräfte für Feuerwehren

Einstimmig hat der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen am Donnerstag die Ernennung neuer Feuerwehr-Führungskräfte in Falkenburg und Schierbrok-Schönemoor beschlossen. Die jeweiligen Personen waren zuvor von ihren Ortswehren gewählt worden.

Neuer Ortsbrandmeister der Wehr in Schierbrok wird zum 27. März Norbert Twisterling, sein Stellvertreter ist dann Thomas Tietjen. Das Amt des Ortsbrandmeisters in Falkenburg übernimmt am 8. Juni Andreas Gillerke, neuer Stellvertreter wird Manuel Zießler.

Die Chancen dafür sind seit der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen am Donnerstag deutlich gestiegen: „In die Puschen kommen“ (Carsten Jesußek/UWG), „keine Zeit mehr verlieren“ (Rolf Oetken/SPD), „schnell den Bauantrag stellen“ (Jürgen Strudthoff/FDP) – so äußerten sich die Sprecher der Fraktionen, als es um den Neubau des Feuerwehrhauses in Bookholzberg ging.

„Das Projekt duldet keinen Aufschub“, betonte auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Ralf Wessel – und ließ damit seinen eigenen Antrag vom vergangenen November fallen, in dem die CDU um die Prüfung von Investorenmodellen im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) gebeten hatte. Dies würde zu einer weiteren Verzögerung von mindestens neun Monaten führen, hatte die Verwaltung zu bedenken gegeben und davon abgeraten – was im Ausschuss selbst bei der CDU auf Zustimmung stieß.

Zeit verloren hatten Gemeinde und Feuerwehr ohnehin schon, weil noch ein Nachbargrundstück als Alternativstandort geprüft wurde. Dieses wäre auch aus Feuerwehrsicht besser geeignet gewesen, weil es zwei getrennte Zu- und Abfahrten ermöglicht hätte. Das schon lange ins Auge gefasste Areal zwischen dem Wellenhofsweg und der Firma Nehlsen kann hingegen nur von der Straße An der Bahn aus erschlossen werden.

Das Nachbargrundstück steht jedoch nicht zum Verkauf – das steht nun endgültig fest, so dass die alte Planung fortgeführt werden kann. Und zwar mit Tempo. Gemeindebrandmeister Bernd Lembke wünscht sich einen Baubeginn „noch in diesem Jahr“.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

NWZONLINE-NEWSLETTER

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten.
Meine E-Mail wird nur zu diesem Zweck verwendet.
Einwilligung jederzeit wider­rufbar, Abmeldelink in jeder E-Mail. Die Datenschutz­erklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.