Ganderkesee Die Bauarbeiten im Ganderkeseer Freibad können voraussichtlich im Juli 2018 starten. Das hat Thomas Kalman vom Architektenbüro Krieger am Mittwochabend im Ausschuss für Soziales und Gesellschaft bekanntgegeben. Im August 2019 sollen die Arbeiten voraussichtlich beendet sein. So lange bleibt das Bad geschlossen. Bäderchef Henry Peukert versicherte aber, dass in diesem Zeitraum das Hallenbad geöffnet bleibe.

Hier lässt sich noch Geld sparen


Zunächst wurde für das Kursbecken eine Größe von 8 m x 16,66 m geplant. Nun soll das Becken nur 8 m x 12,5 m groß werden, um etwa 250 000 Euro einzusparen.


  Sowohl der Beckenkopf des Schwimmerbeckens als auch des Nichtschwimmerbeckens sollen entgegen dem ersten Entwurf als Betonfertigteil und nicht als Edelstahlbeckenkopf gebaut werden. Dies würde einen Kostenvorteil bis maximal 220 000 Euro bedeuten. Ein Edelstahlbeckenkopf soll als Nebenangebot zugelassen werden. Sollte wider Erwarten der Edelstahlbeckenkopf nur geringfügig teurer ausfallen, könnte auch diese Lösung beauftragt werden.


 Die Gemeinde verzichtet auf den überdachten Zugang vom Umkleidegebäude zum Schwimmerbecken (Einsparvolumen: 117 000 Euro).


 Im Nichtschwimmerbecken soll die Rutsche attraktiver gestaltet werden und einen eigenen Ausschwimmkanal erhalten. Großteile der Rutsche sollen erhalten bleiben. Der Umbau kostet etwa 97 500 Euro. Ein Neubau hätte mit 250 000 Euro zu Buche geschlagen.


 Der Boden im Kleinkindbereich erhält nicht, wie ursprünglich vorgesehen, einen Kunststoffbelag, sondern wird gepflastert. Die Pflasterbauweise habe mit etwa 25 Jahren eine wesentlich längere Lebensdauer als der Kunststoffboden mit zehn bis 15 Jahren. Zudem ist die Pflasterbauweise günstiger. Die Gemeinde spart so circa 65 000 Euro.

Einstimmig angenommen haben die Ausschussmitglieder letzte Änderungen an den Bauplänen. Die Gemeindeverwaltung und der Arbeitskreis Bäder hatten geprüft, wo noch Geld eingespart werden kann (siehe Infobox). Insgesamt belaufen sich die Kosten nun auf 8,655 Millionen Euro, abzüglich 150 000 Euro zu erwartender Förderungen: Die Sanierung des Freibades soll 4,955 Millionen Euro kosten, davon entfallen 3,96 Millionen auf das Schwimmerbecken, das Nichtschwimmerbecken sowie die Technik und die Außenumkleiden, 613 000 Euro auf das Außengelände und 382 000 Euro (50 000 Euro Förderung eingerechnet) auf den Kleinkindbereich. Für das Kursbecken sind 2,1 Millionen Euro (100 000 Euro Förderung eingerechnet) vorgesehen, eine Umgestaltung des Eingangsbereiches soll 800 000 Euro kosten und der Saunabereich für 700 000 Euro umgebaut werden. Außerdem hat der Ausschuss der Verwaltung den Auftrag gegeben, die Gründung eines Eigenbetriebes „Bäder“ zum 1. Juli 2018 vorzubereiten.

Für das Projekt gab es Lob aus allen Fraktionen. „Wir tun dem Bürger wirklich Gutes“, sagte beispielsweise Ralf Wessel (CDU). Und Grünen-Ratsherr Jens Volbert betonte, dass Ganderkesees Freibad „konkurrenzfähig“ sei. Arnold Hansen (Freie Wähler) schloss sich dem Lob an, wies aber darauf hin, dass bis zur Eröffnung auch weitere Parkplätze geschaffen werden müssen.

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Kurz diskutiert wurde noch einmal über die Größe des Kursbeckens, das nun 8 m x 12,5 m und nicht 8 m x 16,66 m groß werden soll. Ralf Wessel fragte erneut, ob es langfristig gesehen nicht sinnvoller sei, ein größeres Becken zu bauen. Auch Dieter Strodthoff (SPD) sagte, dass einige SPD-Mitglieder mit dem größeren Becken geliebäugelt hätten. Peukert betonte aber, dass die Wirtschaftlichkeitsberechnung für das kleine Becken optimal sei. Er gehe von einer hohen Auslastung des Beckens aus. Der Bäderchef rechnet auch mit Zulauf aus dem Umkreis. So seien derzeit 250 Kursteilnehmer aus Delmenhorst auf der Suche, da die Klinik ihr Becken geschlossen hatte. Er könne sich vorstellen, dass das Becken früh morgens und am späteren Abend der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Zwischendurch sollen insbesondere Schwimmkurse stattfinden, aber auch verschiedenste Gesundheits- und Fitnessangebote.

Gute Nachrichten gibt es übrigens auch für das Hallenbad. Nachdem ein Bürger in der Einwohnerfragestunde auf den maroden Zustand der Umkleidekabinen hingewiesen hatte, verriet der zuständige Fachdienstleiter Matthias Meyer, dass die Gemeinde die dortige Sanierung „sobald wie möglich“ angehen wolle. Dazu gebe es auch schon erste Überlegungen.

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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