Ganderkesee 200 so genannte Wildbienensteine aus seinem von der Umweltlotterie Bingo geförderten Projekt „Wir lassen’s brummen“ hat der Nabu (Naturschutzbund) Ganderkesee in diesem und im vorigen Jahr verschenkt – jetzt wollen Vorsitzender Hans Fingerhut und seine Mitstreiter wissen, was daraus geworden ist. Gleiches gilt auch für die zahllosen Insektenhotels, die in Kooperation mit der Nabu-Ortsgruppe an Grundschulen, bei Ferienpassaktionen oder an den Infoständen bei Veranstaltungen wie Herbstmarkt und Frühlingserwachen entstanden sind.

„Wir würden gerne wissen, wie die Hotels ausgelastet sind und wer dort eingezogen ist“, sagt Jennifer Kottke, die ab sofort die Öffentlichkeitsarbeit des Nabu verstärkt. Die 39-Jährige ist seit rund einem Jahr Mitglied der Ortsgruppe und hat eine Facebook-Seite eingerichtet. Auf dieser soll über Vorträge und andere Veranstaltungen informiert werden, aber auch ein Austausch über naturschutzrelevante Themen stattfinden.

„Ein Großteil unserer Mitglieder gehört zur Generation 50plus“, sagt Fingerhut. Über das soziale Netzwerk hoffe man, verstärkt jüngere Interessierte anzusprechen. Zudem wünscht sich der Vorsitzende, Rückmeldungen von Privatleuten zu erhalten – zunächst einmal zu den Bienensteinen.

Austausch erwünscht

„Wir freuen uns auf Fotos von Insektenhotels, Insektensteinen und Insektendosen“, so Jennifer Kottke. Die Bilder könnten einfach als Kommentar unter den entsprechenden Aufruf gepostet werden. Darüber hinaus würden die Naturschützer gerne einen Erfahrungsaustausch über Facebook anstoßen: „Wer selbst schon einmal ein Insektenhotel gebaut hat, könnte ebenfalls ein Foto posten“, regt Jennifer Kottke an. Interessant sei auch, zu erfahren, welche Materialien verwendet wurden und wie das Insektenhotel angenommen wurde.

Viele Verschlussarten

Wer herausfinden möchte, welche Arten von Wildbienen ins eigene Insektenhotel eingezogen sind, dem empfiehlt Jennifer Kottke, in einer Online-Suchmaschine die Stichworte „Wildbiene“ und „Nestverschluss“ einzugeben. Bei einer eigenen Recherche hat die Ganderkeseerin herausgefunden, dass allein in Deutschland rund 550 verschiedene Arten leben sollen. „Jede Wildbienenart verschließt ihre Bruthöhle individuell – zum Beispiel mit Lehm, einem Sandgemisch, Pflanzenteilen oder auch Harz.“

Freuen würde sich der Nabu außerdem über ein „Gefällt mir“ oder auch ein Abonnement der neuen Facebook-Seite. Auch die Aktiven selbst engagieren sich natürlich weiterhin für den Artenschutz und wollen zu diesem Zweck weitere Dosenhotels bauen. Dafür suchen sie aktuell Bambus, den sie ernten dürfen. In diesem Herbst will Fingerhut zusammen mit anderen Aktiven außerdem Reet schneiden, das als Baumaterial zum Einsatz kommen soll.


Facebook-Seite des Nabu unter und Homepage unter   www.facebook.com/nabu.ganderkesee  oder   www.nabu-ganderkesee.de 
Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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