Ganderkesee Ganderkesee wird im Westen heller: Einstimmig hat der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen in der vergangenen Woche beschlossen, dass die Straßenbeleuchtung an der Bergedorfer und der Dehlthuner Straße um 16 Leuchten erweitert wird. Das habe die Gemeinde schon länger vorgehabt, sagte Wirtschaftsförderin Christa Linnemann. Aber nun gibt es einen konkreten Anlass zum Handeln.

Denn ein in Ganderkesee ansässiges Unternehmen möchte am westlichen Ortsrand, nahe der Tischlerei Sandkuhl, eine Lagerhalle errichten. Welche Firma es ist, will die Verwaltung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekanntgeben. Um jedoch das Grundstück, das sich außerhalb der Ortsdurchfahrt befindet, an die Dehlthuner Straße, eine Kreisstraße, anbinden zu können, ist nach dem Niedersächsischen Straßengesetz eine Sondernutzungserlaubnis des Landkreises Oldenburg erforderlich – die dieser aber nach den aktuellen Gegebenheiten nicht erteilen würde.

Schild weiter westlich

Um die entsprechende Erlaubnis zu bekommen, möchte die Gemeinde Ganderkesee nun die Ortsdurchfahrt verlängern: Das Ortsausgangsschild wird ein paar Meter gen Westen verschoben – somit befände sich die Zufahrt zur geplanten neuen Lagerhalle innerhalb der geschlossenen Ortschaft. Der Haken an der Sache: Für eine Verlängerung der Ortsdurchfahrt braucht es bestimmte Voraussetzungen – auch das verlangt das Straßengesetz. Eine der Voraussetzungen ist eine durchgehende Beleuchtung der Straße bis zur Ortsdurchfahrtsgrenze. Die soll nun also angelegt werden, sofern der Gemeinderat in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag, 20. Juni, abschließend zustimmt.

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Anlieger müssen zahlen

Bislang endet die Straßenbeleuchtung entlang der Bergedorfer Straße vor der Einmündung der Straße Im Lekkerland. Dabei reicht die Bebauung am westlichen Ortsausgang längst bis zur Einmündung der Westtangente – dieser Abschnitt ist bislang bei Dunkelheit unbeleuchtet. Die 16 zusätzlichen Leuchten kommen also nicht nur dem Unternehmen zugute, das an der Dehlthuner Straße die Lagerhalle bauen will, sondern allen Anliegern im Bereich zwischen Im Lekkerland und Westtangente. Daher werden sie auch zur Kasse gebeten: Nach der Erschließungsbeitragssatzung müssen die Anlieger 90 Prozent der Kosten tragen – bei einer Summe von 41 200 Euro, die der Kommunalservice Nordwest für die Errichtung der 16 Leuchten veranschlagt, ergibt sich ein Anliegeranteil von insgesamt rund 37 000 Euro. Für die Gemeinde verbleiben Ausgaben von knapp über 4000 Euro, die aus den Haushaltsmitteln für Straßenbeleuchtung entnommen werden.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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