Habbrügge Frischer Fisch, so weit das Auge reicht. Von geräuchertem Aal bis zur Lachsforelle gibt es im Laden von Forellen-Abel in Habbrügge alles, was das Herz des Fisch-Liebhabers begehrt. „Der Einzelhandel macht jedoch nur einen sehr geringen Prozentsatz der Geschäftseinnahmen aus“, erklärt der Juniorchef des Unternehmens, Peter Abel. „Hauptsächlich beliefern wir den Großhandel.“

Dort beginnt das Weihnachtsgeschäft am 15. oder 16. Dezember. Im Einzelhandel noch später, um den 20. Dezember herum. „Wir handeln ja mit frischer Ware, da ist es nur logisch, dass die Kunden nicht bereits vier Wochen vor dem Fest ihren Fisch kaufen“, sagt der Geschäftsführer. „Bis zum 20. Dezember nehmen wir Bestellungen an. Dann muss der Fisch nur noch abgeholt werden. Dies geschieht meistens einen Tag vor Heiligabend. Deshalb haben wir am 23. Dezember auch durchgängig geöffnet“, so Abel.

Das Weihnachtsgeschäft ist neben Ostern ein wichtiger Geschäftsbereich für den Familienbetrieb. „Zu diesen besonderen Daten gibt es einfach mehr Feiertage, an denen die Leute mehr Zeit für die Familie und auch fürs Essen haben. Oftmals soll dann für den Besuch etwas Besonderes auf den Tisch kommen. Mir wäre es allerdings lieber, wenn sich diese Stoßzeiten mehr übers Jahr verteilen würden. Das würde weniger Stress bedeuten und es würden weniger Fehler bei den Bestellvorgängen passieren“, erläutert er.

Karpfen ist in der Region allerdings kein allzu nachgefragter Fisch an Weihnachten oder Silvester. Peter Abel: „Wenn ich 20 Karpfen zu Weihnachten verkaufe, ist das schon viel. Es ist einfach so, dass es immer weniger Leute gibt, die noch wissen, wie man einen Karpfen richtig zubereitet.“ Der Dauerbrenner, auch zu Weihnachten, sei nach wie vor die Forelle. Diese Fischart, die sich gern in Flüssen mit klarem Wasser aufhält, bezieht der Betrieb überwiegend aus Frankreich und Dänemark. Die Karpfen kommen aus Tschechien.

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„Bis 1991 haben wir noch selbst gezüchtet“, erzählt der Juniorchef. „Dies können wir aber bei der heutigen Größenordnung an Fisch, die an den Großhandel geliefert wird, nicht mehr abdecken. Auch bieten die heimischen Gewässer einem Fisch wie der Forelle nicht genügend Lebensraum. Die Weser wäre beispielsweise zu dreckig.“

75 Mitarbeiter beschäftigt Forellen-Abel derzeit. „Unser Betrieb hat Tradition“, sagt Peter Abel. Seine Kinder sind zwei und fünf Jahre alt. Vielleicht werden sie diese Tradition eines Tages fortführen.

Julia Zube Volontärin / NWZ-Redaktion
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