Stenum /Rethorn Das dunkelgrüne Herren-Fahrrad mit dem Namen „Colorado“ sieht eigentlich noch tadellos aus: Gepäckträger, Lampe, Schutzbleche – alles noch dran. Allein die Klingel fehlt. Trotzdem landete es im Graben. „Das ist eigentlich viel zu schade für den Container“, meint Fritz Gillerke, 2. Vorsitzender des Orts- und Heimatvereins Schierbrok-Stenum. Er plant, das Rad einer gemeinnützigen Einrichtung zur Verfügung zu stellen.

Brauchbare Gegenstände waren allerdings die Ausnahme am Sonnabend bei der Aktion „Saubere Landschaft“. Die gut 25 Helferinnen und Helfer, die in Schierbrok, Stenum und Sahren sowie im Stenumer Wald und im Middelhoop mit Schubkarren und blauen Müllsäcken unterwegs waren, fanden wieder eine Menge Müll entlang der Straßen und Wege – darunter auch Ungewöhnliches wie eine Bankkarte (gültig bis 2017) oder Frivoles wie Unterwäsche. Auch Folien, Plakate, Reifen, Radkappen und Relikte der Wegwerf-Gesellschaft wie Fast-Food-Verpackungen und Zigarettenschachteln landeten im Container.

„Stark zugenommen hat in diesem Jahr der Anteil an Glasflaschen“, erklärte Gillerke. Vor allem die Gräben entlang der K 335 von Bookholzberg nach Stenum sowie entlang des Heilstättenwegs seien voll mit Glasflaschen gewesen, wusste Heidemarie Broda. Nach Angaben des Vereins wurde aber weniger Müll zusammengetragen als in den Vorjahren. Einige Bürger hätten offenbar schon vor dem eigentlichen Termin Müll gesammelt, vermutete Gillerke.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Gut acht Kubikmeter Unrat trugen die 22 Freiwilligen zusammen, die am Sonnabend dem Aufruf des Ortsvereins Rethorn zur alljährlichen Müllsammlung folgten. Viel Elektroschrott sei diesmal gefunden worden, so Vereinsvorsitzender Jörg Thielhelm und seine Stellvertreterin Christine Pochodaj, darunter sogar ein ausgedienter Computer. Marion Daniel stieß auf viel Unrat unweit des Bahnübergangs Hohenkamp. Leider werde auch in der ehemaligen Sandgrube immer viel Unrat entsorgt, so Thielhelm.

Für beide Ortsvereine endete die Aktion erneut im Hotel Backenköhler, das die Helferinnen und Helfer zu einem Imbiss einlud. Fritz Gillerke rief die Gemeinde dazu auf, öffentliche Anlagen intensiver zu pflegen. Das erhöhe deutlich die Hemmschwelle, Müll und Unrat in der Landschaft zu entsorgen.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.