HABBRüGGE Mit einem 1,5-Millionen-Euro-Kraftakt hat Forellen Abel neue Produktionsanlagen geschaffen. Am Pfingstmontag öffnet der „neue“ Betrieb seine Türen.

Von Karsten Kolloge HABBRÜGGE - Kurt Abel kann seinen „Nebenjob“ an den Nagel hängen. Fast ein Jahr lang war der Geschäftsführer von Forellen Abel auf dem eigenen Anwesen auch „Bauleiter“. Der Grund: Seit Juni 2005 wurden die Produktionsanlagen in Habbrügge quasi „rundumerneuert“ und erheblich erweitert. Mittlerweile haben die Handwerker ihr Werk bis auf Restarbeiten erledigt – was das Unternehmen zum Anlass nimmt, eine frühere Ankündigung wahr zu machen: Am Pfingstmontag, 5. Juni, werden alle Interessierten zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.

Anlass für den 1,5-Millionen-Kraftakt von Forellen Abel war die Tatsache, dass der Betrieb nach mehreren Umbauten an Grenzen gestoßen war. Dazu nur zwei Zahlen: 1999 hatte man etwa 350 Tonnen Forelle, Saibling oder Karpfen geschlachtet – 2004 waren es 800.

Im Januar 2005, so erinnert sich Juniorchef Peter Abel, habe sich die Familie erstmals Gedanken über eine Erweiterung gemacht. Bereits im Juni wurde in die Hände gespuckt. Was folgte, waren zwei Bauphasen: Bis November 2005 entstand auf einer freien Fläche des Betriebsgeländes eine über 500 Quadratmeter große Halle mit 22 Hälterungsbecken. Nach einer Pause ging’s in der zweiten Januarwoche 2006 weiter. Jetzt wurde das alte Produktionsgebäude abgerissen und durch einen Neubau gleicher Grundfläche ersetzt – der Bereich für die Verarbeitung.

Durch die Investition, so sagte Peter Abel, ergäben sich für den Betrieb neue Möglichkeiten. Bislang habe man Hälterungsbecken für acht, maximal zehn Tonnen Lebendfisch nutzen können, künftig liege die Kapazitätsgrenze bei 30 Tonnen. Und auch was die Verarbeitung angeht, sei eine deutliche Steigerung der bisherigen Menge (700 bis 800 Tonnen jährlich) möglich.

Vorteile verspricht sich das Unternehmen auch von einer neuen Verpackungsmethode, dem so genannten „Modified Atmosphere Packaging“, das mit einem ungiftigen Gasgemisch arbeitet und eine längere Haltbarkeit möglich macht. Die entsprechende Verpackungsmaschine sei allerdings noch nicht in Habbrügge.

Übrigens: Wenn der Betrieb am Pfingstmontag die Türen öffnet, werden die Gäste noch auf den neuen Matjes verzichten müssen. Denn die Saison verzögere sich, bedauert Peter Abel. Warum? „Es ist zu kalt“, meint der Juniorchef schmunzelnd.

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Fisch im Angebot

Am Pfingstmontag, 5. Juni, veranstaltet Forellen Abel einen Tag der offenen Tür. Von 10 bis 17 Uhr können sich Interessierte das Unternehmen ansehen, bei entsprechendem Wunsch finden während dieser Zeit auch Betriebsführungen statt. Zur Stärkung wird den Gästen (natürlich) Fisch geboten: Bratkartoffeln mit Matjes sowie Fischbrötchen stehen zur Wahl.

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