Horstedt Die Situation ist verzwickt, die Emotionen schlagen hohe Wellen, dem Vorstand des Reitervereins Horstedt wurde während der regulären Jahreshauptversammlung am Freitagabend in der Gaststätte Wülfers in Groß Ippener eine bereits abgestimmte Entlastung nachträglich entzogen. Schließlich brach der Vorstand die Versammlung ab. Nun werden sich die Mitglieder des Vereins am Freitag, 11. April erneut treffen – dann zur außerordentlichen Mitgliederversammlung.

An drei Punkten hakte es während der Hauptversammlung. Zum einen bemängelten einige Mitglieder, dass eine anstehende Satzungsänderung auch in ausgedruckter Form für die Mitglieder vor der Abstimmung hätte vorliegen müssen. Ein Punkt, dem auch die Vorsitzende Marion Böhning folgte. „Da haben wir einen Fehler gemacht, das muss nachgeholt werden.“ Zum anderen war es aber auch ein Bankeinzug durch die Kassenwartin Gaby Gerling für nicht geleistete Arbeitsdienste, die die Gemüter erzürnte.

Für die meisten Mitglieder war dieses Vorgehen klar. Andere wussten angeblich nichts von dem Einzug und zeigten sich aufgebracht. 13-mal wurde eingezogen. Für fünf Stunden nicht geleisteten Dienst sollten 30 Euro gezahlt werden. Zweimal wurde dem Einzug widersprochen, die bereits eingegangenen Zahlungen werden jetzt entweder zurückgezahlt oder sind Spende von den Mitgliedern. Einen weiteren Bank-Einzug wird es vorerst nicht geben. „Wir appellieren darum an freiwillige Arbeitsdienste wie bisher“, so die Vorsitzende.

Dritter aber entscheidender Diskussionspunkt waren die Finanzen und damit auch die Zukunft des Vereins. Zweite Vorsitzende Nicole Rowold, die seit Jahren die Voltigierer des Vereins betreut und auch abrechnete, wollte die Voltigierabteilung als Sparte in den Verein einbezogen sehen. Schließlich entspann sich um die Modalitäten eine vereins-interne Diskussion aber auch ein Disput mit dem Verpächter Familie Thöle.

Darauf entschlossen sich schließlich die Voltigierer einen neuen Trainingsstandort zu suchen, den sie auf dem Hof Aschenbeck in Dötlingen fanden.

Das aber führte beim RV Horstedt zu einem Mitgliederschwund und damit geringeren Einnahmen. Die Pachtzahlungen stehen damit in Frage. Da sowohl Nicole Rowold und Marion Böhning beide Vereine als erste bzw. zweite Vorsitzende leiten, witterten einige Mitglieder ein Stück Vetternwirtschaft. Dem widersprachen die beide Vorsitzenden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Von einem Teil der Mitglieder wurde verlangt, dass der Vorstand neu gewählt wird. Eine Einigung gab es an die-sem Abend nicht. Deshalb wollen sich die Horstedter Reiter zu einer außerordentlichen Versammlung wiedertreffen.

Vor der hitzigen Diskussion hatte Marion Böhning die Ehrungen der erfolgreichsten Reiter vorgenommen. Das waren Marie Hammes, Deike Siegert, Gunda Genutt, Imke Meyer und Marion Böhning. Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit wurde Sylvia Helmke ausgezeichnet.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.