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Immer /Adelheide In Immer geht eine Ära zu Ende: Nach 24 Jahren verlässt die Familie Aulike den Gasthof Witte. „Am 30. September ist für uns definitiv Schluss“, erklärte Pächter Fritz Aulike (75) am Montag auf NWZ -Anfrage. Sein Sohn Thorsten hatte die Gastronomie geführt. Gespräche mit dem Inhaber des Hauses, Hergen Carl Witte, über eine Verlängerung des Pachtvertrags oder gar den Kauf durch ein Konsortium seien nicht erfolgreich verlaufen.

Witte hatte (wie berichtet) den Pachtvertrag zum 2. Januar 2016 gekündigt, weil dort ein Investor ein asiatisches Restaurant eröffnen wolle. Nach weiteren Gespräche räumte er der Familie Aulike eine längere Frist ein, um das Haus zu verlassen. Versuche des Orts- und Heimatvereins Bürstel-Immer, ein Gespräch mit dem neuen Betreiber zu führen, sind nach Angaben des 2. Vereinsvorsitzenden Dieter Ordemann bislang gescheitert. Hergen Carl Witte war am Montag für die NWZ  nicht zu erreichen.

Der Wechsel hat nicht nur Folgen für die Vereine und Gruppen im Doppeldorf: Im Gasthof Witte findet seit Jahrzehnten am 11.11. die traditionelle Auftaktveranstaltung des Faschings statt. Von 1964 bis 1970 wurden gar die Büttenabende hier gestaltet.

Um Planungssicherheit für die Großveranstaltung zu bekommen, ist die Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) auf gutem Weg zu einer Alternative. Nach NWZ -Informationen soll der Faschingsauftrakt offenbar im „Haus Adelheide“ in Adelheide stattfinden. „Das ist eine große Ehre für uns“, erklärte Betreiber Dieter Winkler auf Anfrage. „Das freut uns wirklich.“

Winkler zufolge seien noch einige Punkte zu klären. So solle unter anderem eine Stellprobe für die Tische erfolgen. Wie Winkler erläuterte, finden 250 bis 300 Gäste in dem Saal des „Haus Adelheide“ Platz – das sei vergleichbar mit Witte. Es gibt eine Bühne. Zudem könne er gesonderte Räume für Ex-Prinzessinnen und Ex-Prinzen zur Verfügung stellen. An dem Abend wolle man auch den „Irish Pub“ öffnen. Das „Haus Adelheide“ habe Erfahrungen mit Großveranstaltungen. So findet hier unter anderem der Kreisreiterball statt.

GGV-Präsident Uwe Meyer wollte sich vorerst nicht zur möglichen Verlegung der Faschingsauftakt-Veranstaltung äußern. Es sei „noch nichts in trockenen Tüchern“. Sobald alle Entscheidungen getroffen seien, werde die GGV die Öffentlichkeit informieren. Fritz Aulike verfolgt die Debatte mit Wehmut: „Wir wären gern noch etwas geblieben.“

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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