GROß IPPENER Etwas kleiner als gewohnt fiel das Zahlenwerk am Donnerstag bei der Generalversammlung der Schlachtvieherzeugergemeinschaft (EZG) Harpstedt eG im Gasthof Wülfers in Groß Ippener aus. Geschäftsführer Heiner Göbberd hatte dafür gleich die Erklärung parat: „Unsere zweite Genossenschaft, die Viehvermarktung, wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Das wollen wir am 21. November im Rahmen einer Jubiläumsgeneralversammlung auf dem Koems feiern.“ Erwartet wird dazu der ehemalige Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke. Auch eine Chronik soll dann vorliegen.

Im Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr betonte Göbberd, dass es sich um ein Jahr 2007 mit vielen extremen Entwicklungen gehandelt habe. Die Explosion der Rohstoffpreise habe für die Veredelungsbetriebe erheblich zu Buche geschlagen. „Das Verhältnis von 1:3 – Futterkosten zu Verwertung – konnte nicht mehr eingehalten werden. Die Folge ist, dass viele kleine Betriebe ausgestiegen sind, weil keine Aussicht auf Gewinn bestand. Viele von ihnen haben bis heute nicht wieder aufgestallt.“ Auch der Ferkelpreis ging in den Keller. Erst seit Mai des Jahres gebe es erste Impulse für eine Trendwende, so Göbberd. Zurzeit liege der Kilopreis sogar um die 1,80 Euro, 1,30 Euro seien es im vergangenen Jahr gewesen. Der Schweinezyklus greife verspätet.

Göbberd gab auch einen Überblick über die Entwicklung der EZG-Umsätze. Insgesamt wurden 2007 mehr Tiere bei weniger Umsatz geschlachtet: 68 984 Stück mit einem Erlös von 8 791 445 Euro gegenüber 64 249 mit 9 088 810 Euro im Vorjahr.

Buchhalter Hartmut Wenke erläuterte Eckdaten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung. Bei einer Bilanzsumme von 557 694 Euro konnte eine Warenrückvergütung von 8840 Euro erwirtschaftet werden. Auf jedes Stück Großvieheinheit werden 50 Cent ausgezahlt. Ferner steht ein Bilanzgewinn von 8861 Euro fest. Davon fließen 5000 Euro in die gesetzlichen Rücklagen und 3861,11 Euro in andere Ergebnisrücklagen.

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Einstimmig wiedergewählt wurden Aufsichtsratsvorsitzender Heinrich Dittmer-Hohnholz und Vorstandsmitglied Werner Pleus.

Im Anschluss referierte Herbert Heger von Boehringer (Ingelheim) über „Circoviren: Ein Problem in der Ferkelerzeugung und der Mast; erkennen und verstehen von Infektionsabläufen“; zum selben Thema sprach Tierarzt Michael Schibalski (Quakenbrück). Kreisveterinär Dr. Jochen Vahrenhorst berichtete über den Stand bei Blauzungenkrankheit, Schweine- und Geflügelpest sowie Rinderwahnsinn (BSE), der sich nur noch auf vier Fälle in Deutschland aktuell erstrecke.

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