WARDENBURG Die 15- jährige Meike Mötter steht etwas unsicher neben ihrem Modell und fährt ihr vorsichtig mit allen zehn Fingern durch die dichten Haare. Die Schülerin ist nervös. Sie teilt Haarsträhne für Haarsträhne ab, und der Chef des Friseursalons Bremer in Wardenburg, Arthur Bremer, schaut zu und erklärt seiner Praktikantin, wie sie Kamm und Schere halten muss, um den richtigen Schnitt hinzubekommen. Natürlich schneidet Meike keiner echten Kundin die Haare. Aber während ihres zweiwöchigen Schülerpraktikums hat sie von den Profis gelernt, wie man eine Dauerwelle wickelt und dem Kunden die Haare wäscht. Sie durfte sogar eigene Modelle mit in den Salon bringen – an deren Köpfen konnte die Schülerin der Everkampschule dann auch richtig üben.

So aufgeregt wie Meike Mötter bei ihren ersten Gehversuchen in der Arbeitswelt waren wohl auch die anderen Neuntklässler der Everkampschule: Zwei Wochen hatten sie Zeit, um während ihres Praktikums erste Schritte in einen fremden Beruf zu machen – begleitet von der Hoffnung, vielleicht den perfekten Ausbildungsberuf für sich zu entdecken.

In diesen zwei Wochen durften die Schüler im jeweiligen Betrieb mitarbeiten und mussten zu den normalen Arbeitszeiten dort erscheinen. Für die beiden 16-jährigen Jungs Keno Kaiser und Andre Grönimg hieß das: Arbeitsbeginn schon um 6 Uhr in der Frühe. Sie machten ihr Praktikum in der Fleischerei Bökamp. Die Arbeit gefällt den Jungs, vor allem der Umgang mit den Lebensmitteln, wie beispielsweise beim Fleischschneiden, macht den beiden Spaß. Die 16-jährige Mareike Weise konnte man in den vergangenen zwei Wochen ab 7 Uhr bei der Polizei in Wardenburg antreffen. Als Praktikantin durfte sie bei den Verkehrskontrollen zusehen, die

Polizeidienststelle erkunden und mit den Beamten im Polizeiauto mitfahren.

In der Gemeindeverwaltung machten die 15-jährigen Mädchen Melena Meenken und Lena Martens ihr Praktikum. Die Schülerinnen wurden in unterschiedlichen Büros eingesetzt und konnten in verschiedene Abteilungen hinein schnuppern. So lernten sie beispielsweise, wie viel Papierkram in so einem Büro täglich bewältigt werden will.

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Über ihre Erlebnisse und Erkenntnisse der zwei Praktikumswochen mussten am Ende alle Schüler eine Praktikumsmappe anfertigen. Darin beschreiben sie, wie der Tagesablauf im Betrieb war, wann sie arbeiten mussten, was sie alles machen durften und was ihnen beigebracht wurde. Außerdem sollten Fragen beantwortet werden, in denen es darum ging, was die Schüler für Erwartungen hatten und ob diese auch erfüllt wurden.

Somit lernten die Neuntklässler der Realschule, wie es im normalen Arbeitsalltag zugeht. Sie wissen jetzt aber auch, ob ihr Praktikumsberuf für sie etwas ist oder nicht. Und obendrein hoffen natürlich alle auf eine gute Note für ihre Mappen.

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