KIRCHHATTEN Wie viel sind die Straßen, Grundstücke, Gebäude, Einrichtungsgegenstände, Fahrzeuge oder Computerprogramme wert, die der Gemeinde Hatten gehören? Vor der Einführung des doppischen Haushaltssystems konnte das niemand genau sagen – jetzt ist die Gemeinde in der Pflicht, eine Bilanz aufzustellen, in der genau diese Zahlen erfasst sind. Diese Bilanz zu erstellen war in den vergangenen Monaten die Hauptaufgabe von Uwe Vater, der seit etwas mehr als einem Jahr als Finanzexperte für die Gemeinde tätig ist.

Am Montag stellte Vater den derzeitigen Stand seiner Arbeit im Finanz- und Wirtschaftsausschuss vor. Das Ergebnis: Immaterielles Vermögen – beispielsweise Computerprogramme, Sachvermögen – wie Grundstücke und Fahrzeuge, das Finanzvermögen und die liquiden Mittel beliefen sich zum Stichtag 1. Januar 2010 zusammen auf rund 37,553 Millionen Euro. Das Reinvermögen der Gemeinde lag nach derzeitigem Stand zum Stichtag bei 16,749 Millionen Euro.

Das Werk, das Vater am Montag während der Ausschusssitzung vorstellte, ist zu einem großen Teil bereits vom Rechnungsprüfungsamt bestätigt worden. Endgültig verabschiedet wird es nach dem derzeitigen Zeitplan am 29. Juni vom Rat der Gemeinde.

Er gehe davon aus, so erklärte Vater, dass bis dahin das Rechnungsprüfungsamt alle Positionen der Bilanz geprüft habe.

Unmengen von einzelnen Posten mussten für die Bilanz erfasst werden. So wurde beispielsweise jede einzelne Grünanlage – viele davon sind nur wenige Quadratmeter groß – einzeln beschrieben und fotografiert, um gegenüber dem Rechnungsprüfungsamt einen Beleg zu haben. Straßen und Wege wurden abgefahren und per Videoaufzeichnung und Satellitennavigation dokumentiert.

Für die Arbeitsleistung der Verwaltung gab es von den Fraktionen einhelligen Applaus. Eine Riesenarbeit stecke in dieser Bilanz, sagte FDP-Chef Niels-Christian Heins, diese werde sich aber in den kommenden Jahren bezahlt machen.

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Viele der für die Bilanz erhobenen Daten würden vermutlich nie gebraucht, sagte dagegen der CDU-Vorsitzende Manfred Huck, räumte aber ein, dass die Gemeinde keine Wahl gehabt hat und von Landesebene aus zur Aufstellung der Bilanz verpflichtet ist. Grundsätzlich positiv – auch in ihrem Umfang – wertete SPD-Chef Helmut Koopmann die Bilanz. „Wir haben hier einen Punkt Null, da musste jeder kleine Betrag aufgenommen werden. Früher haben wir immer nur geschätzt was wir haben, jetzt wissen wir es.“

Einstimmig empfahl der Finanz- und Wirtschaftsausschuss die Verabschiedung der Eröffnungsbilanz. Änderungen aufgrund der Überprüfung durch das Rechnungsprüfungsamt sollen dabei berücksichtigt werden.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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