Wie viele junge Menschen Franz Deppermann in seinem Leben ausgebildet, ihnen sein Wissen und seine Erfahrung weitergegeben hat, vermag er nicht zu sagen. Einige hundert sind es wohl gewesen. Auch heute noch ist der Rentner, der übrigens am heutigen Mittwoch seinen 75. Geburtstag feiern kann, als Mentor für Schüler tätig, gibt ihnen im Rahmen eines „Ausbildungspaktes“ der IHK Ratschläge für Bewerbungen. Dabei kann er auf Wissen und Erfahrungen aus einem nahezu 60-jährigen Berufsleben zurückblicken. Ziemlich genau 50 Jahre lang, nämlich seit dem 6. März 1957, ist er Meister im Polster- und Dekorateur-Handwerk.

Geboren wurde Franz Deppermann am 7. März 1932 in Amsterdam. Seine Mutter war Niederländerin, der Vater Deutscher. Ein Jahr lang drückte er die Schulbank in der niederländischen Metropole, dann zog die Familie nach Osnabrück um. Nach der „Mittleren Reife“ machte er vom 1. April 1947 bis zum 31. März 1950 in Melle eine Lehre als Polsterer und Dekorateur, jedem Beruf, den auch sein Vater ausübte. Nach seiner Meisterprüfung vor der Handwerkskammer in Osnabrück (das Meisterstück war ein großer Clubsessel) arbeitete er von 1958 bis 1978 bei großen Firmen wie Leffers und Horten, bildete in dieser Zeit zahlreiche Lehrlinge aus, im Schnitt jährlich sechs bis acht. Zwischendrin war er auch mehrere Jahre in Bremen selbstständig.

1978 begann seine Tätigkeit als Lehrmeister und Fachberater an der Berufschule in Bremen-Ihlpohl. 25 bis 30 junge Leute jährlich hat er in dieser Zeit ausgebildet. 1995 ging Deppermann in den Ruhestand und zog nach Sandkrug in das Haus seiner Schwiegereltern. Seit 35 Jahren ist er mit seiner Frau Christa verheiratet. Beide haben einen erwachsenen Sohn. Vor einem Jahr hat er sich dann von der IHK für das Ehrenamt eines Mentors „anheuern“ lassen.

Der Segelflug war für etliche Jahre Deppermanns Hobby. 1954 gründete er in Melle zusammen mit anderen einen Segelflugclub, legte die A-, B- und C-Prüfung ab, genoss mehrere Jahre das lautlose Fliegen in den Aufwinden. Ein weiteres Steckenpferd war die Schauspielerei. Sechs Jahre lang, bis 1960, stand er in verschiedenen Lustspielen auf der Waldbühne in Melle.

1997 rief Deppermann zusammen mit Alfred Windeler die Hatter Senioren Union, eine Untergliederung der CDU, ins Leben, ist heute noch als Beisitzer im Vorstand aktiv. Im Hatter Senioren- und Behindertenbeirat ist er SU-Delegierter. 25 Jahre lang sang er zudem in Kirchenchören in Osnabrück und Melle, fürwahr ein aktives Leben. -kos-

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Franz Deppermann

Ausbilder

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