Westrittrum Auf der festlich geschmückten Diele von Familie Ritterhoff in Westrittrum feierte das Huntloser Landvolk sein Erntefest. Die Diele hat ein gewisses maß an TV-Berühmtheit erlangt durch die RTL-Show „Bauer sucht Frau“. Fand hier doch auch die Hochzeitsfeier des „Sanften Schweinebauern“ Uwe Abel mit seiner Iris im Juli statt. Und natürlich war Uwe Abe, Vorsitzender des Dötlinger Landvolks, l beim Huntloser Erntefest dabei.

Karl-Heinz Wilkens, Landvolkvorsitzender in Huntlosen, begrüßte auch seinen Vorgänger Jürgen Hillen mit Frau Margret und den ehemaligen Kreislandvolk-Geschäftsführer Herbert Lehmkuhl, der die Festrede hielt.

Doch zuvor blickte Wilkens auf das vergangene Jahr zurück. Alle vier Fruchtsorten hätten guten Ertrag gebracht.

„Wir haben gehört, dass wieder eine gute Ernte eingefahren werden konnte“, sagte Herbert Lehmkuhl eingangs seiner Ansprache. Er verwies auf technische und biologische Fortschritte. Die Ernte ginge immer schneller vonstatten. Die Maschinen hätten bis zu Lkw-Größe.

Gleichzeitig wies er auf die Selbstverständlichkeit des Angebotes in den Verbraucherläden hin. „Erdbeeren zu jeder Jahreszeit. Das haben wir früher nicht gehabt und ist auch heute nicht erforderlich. Muss das selbstverständlich sein?“

Ferner verglich Lehmkuhl die Landwirtschaft von nach dem Kriege bis heute. Ein Bauer habe 1950 zehn Bürger ernährt. „Heute sind es 135 Menschen“, so Lehmkuhl. Er erinnerte an die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), die 1958 gegründet wurde. An Marktordnungen, die Preise für die landwirtschaftlichen Produkte festlegten. An Einschnitte wie die Milchquote 1984, in Zeiten, wo auch in Westrittrum in der Scheune wegen des Überangebotes Milchpulver lagerte, und auch an 1992, dem Jahr in dem die EU bürokratische Einschnitte verhängte. Lehmkuhl: „Heute sitzt ein Landwirt mindestens einen Tag im Büro, um die Verwaltungsarbeiten zu erledigen.“

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Dazu kommen heute Größenordnungen, wie zum Beispiel in der Hähnchenmast von 40 000 Einheiten. Dazu ein Wust von Anträgen und immer mehr Einwände von Gegnern der Massentierhaltung. Was die Hähnchenschlachterei in Ahlhorn betrifft, bat Lehmkuhl, am 21. Oktober in der Umfrage das Kreuz bei „Ja“ zu machen. Denn kleine Einheiten, auch in den Betrieben, werde es künftig nicht mehr geben.

Lehmkuhl bezeichnete Biogas als die beste, da kontinuierlich erzeugte Energie, mahnte aber auch den nachbarschaftlichen Umgang an, denn der Kampf um Flächen zu fast jedem Preis sei ruinös. Heiterer und nicht so nachdenklich sah der Ausflug in Omas und Opas Zeiten von Heike Herks aus. Auf amüsante Weise präsentierte sie die Dessousmode von einst bis heute.

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