Sandkrug Kleines Jubiläum des Malteser Auslandsdienstes: Seine ehrenamtlichen Mitarbeiter haben im April den zehnten Workshop in nur zwei Jahren im Caritas-Zentrum von Leskowka (Weißrussland) abgehalten. Claudia Franz (24) und Hendrik Huscher (35) haben beide einen Teil ihres Urlaubs investiert, um den Seminarteilnehmern Tipps für die Pflege älterer und gebrechlicher Menschen bzw. die Erste Hilfe geben zu können.

Es war keine verlorene Zeit. „Das Interesse war deutlich spürbar“, freut sich Huscher. Vor allem bei den praktischen Übungen sei so manches „Aha“-Erlebnis der Teilnehmer zu spüren gewesen. Lebenswichtige Handgriffe wie Herzdruckmassage, stabile Seitenlage und auch das Anlegen von Verbänden führte der Ingenieur der Medizintechnik und Ausbilder für Erste Hilfe der Malteser den Anwesenden vor. „Das hohe Maß an Dankbarkeit, das die Menschen einem entgegenbringen, vergisst man nicht“, sagt er.

Claudia Franz, die innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal nach Leskowka reiste, betont, dass das ehrenamtliche Engagement viel Freude mache. Die Fahrt nach Weißrussland öffne auch den persönlichen Horizont. „Man sieht auch, wie gut man es zu Hause hat.“

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Die weißrussische Bevölkerung in ländlichen Gebieten leidet am meisten unter der rapiden Geldentwertung, die eine Folge der Ukraine-Krise und der Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland ist. Aber auch in der Hauptstadt Minsk ist die Situation nicht leicht. Claudia Franz wollte eigentlich ein Paar Damenschuhe als Andenken kaufen. Abgehalten habe sie dann aber doch der Preis: sechs Millionen Rubel, umgerechnet etwa 300 Euro, sollte das Paar kosten.

Fahrer war neben Hendrik Huscher auch Bernd Schuckenbrock. Seine Frau Margret gab in Leskowka praktische Tipps zum spielerischen Umgang mit Kindern. Der Sandkruger Aloys Schmiegelt, lange Jahre Länderkoordinator des Malteser Hilfsdienstes Köln für Belarus, ist sich sicher: „2017 wird es weitere Workshops geben, die das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe verfolgen.“

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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