Kirchseelte Mit Vermietern von Flüchtlingsunterkünften und ehrenamtlichen Helfern haben sich Vertreter der Harpstedter FDP am Donnerstagabend und Freitagnachmittag getroffen. Zum Termin mit Dennis (23) und Reinhard Müller (60) in Kirchseelte kam auch der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christian Dürr (Ganderkesee). Dennis und Reinhard Müller vermieten einen Resthof in Kirchseelte an die Samtgemeinde, die dort zwölf Flüchtlinge aus dem Sudan untergebracht hat.

Auf 250 Quadratmetern leben die jungen Männer größtenteils in Einzelzimmern. Die Anbindung an Harpstedt funktioniere dank Fahrrädern und Busverbindung recht gut, erfuhr Dürr. Problematischer sei es, wenn die Flüchtlinge zu Behördenterminen nach Oldenburg müssten. Unverständlicherweise würden diese Termine teilweise auf 9 Uhr morgens gelegt, erläuterte Reinhard Müller.

Noch nicht optimal sei die Betreuung der Flüchtlinge, vor allem durch die Sozialarbeiter der Diakonie, die im Auftrag des Landkreises arbeiten. Sowohl professionelle wie ehrenamtliche Kräfte seien mit der Zahl der Flüchtlinge derzeit oft überfordert, so die einhellige Meinung.

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Der Harpstedter FDP-Vorsitzende Steffen Akkermann berichtete allerdings auch von Fortschritten. So wachse die Zahl der ehrenamtlichen Helfer in der Samtgemeinde stetig und die Gruppe sei gut vernetzt. Während es in der Bevölkerung eine riesige Hilfsbereitschaft gebe, sei die Politik noch nicht so weit, so Christian Dürr. Land und Bund müssten vor allem im Bereich der Sprachkurse noch deutlich mehr tun.

Neben dem Wunsch, die deutsche Sprache zu lernen, sei den meisten Flüchtlingen, mit denen er gesprochen habe, besonders die Perspektive auf eine Beschäftigung wichtig, so Dürr. Vor diesem Hintergrund sieht es der Landespolitiker als problematisch an, dass auch für Flüchtlinge nach einem Praktikum von mehr als drei Monaten die Mindestlohnregelungen greifen. Zudem müssten Firmen die Sicherheit haben, dass Flüchtlinge die eine Ausbildung anfangen, diese auch abschließen könnten und dem Unternehmen danach zumindest einige Jahre zur Verfügung stehen.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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