Dünsen So richtig zufrieden dürfte am Montagabend wohl keines der Dünsener Ratsmitglieder gewesen sein, als sie das neue Baugebiet „Am Buchenhain“ auf den Weg brachten. Erst scheiterte die SPD-Fraktion mit ihren Ideen an einem Patt (5 Ja, 5 Nein), Sekunden später auch die Wählergemeinschaft Dünsen. Am Ende beschloss eine Mehrheit, was Planerin Franziska Lüders vorgeschlagen hatte – was aber keiner so recht wollte.

Ahornring-Ausbau kostet weniger

Deutlich günstiger als erwartet wird der mittlerweile abgeschlossene, endgültige Ausbau des dritten und letzten Abschnitts der Straße Ahornring. Die Gemeinde Dünsen habe hierfür 84 000 Euro angesetzt, berichtete Bürgermeister Hartmut Post dem Gemeinderat am Montagabend. Tatsächlich habe man bis dato 44 500 Euro hingeblättert. Zu diesem Betrag kämen lediglich noch die Kosten für die Beleuchtung hinzu.

Worum es ging: Die Gemeinde Dünsen plant in Verlängerung der Stichstraße Am Buchenhain und mit verkehrlicher Anbindung an den Binsenweg ein neues, etwa 2,2 Hektar großes Baugebiet. Vorarbeiten wie die Untersuchung auf archäologische Funde seien bereits gelaufen, berichtete Bauamtsleiter Jens Hüfner. Bei der Ratssitzung am Montagabend in der Dünsener Kirche galt es nun, das Bauleitplanverfahren (B-Plan Nr. 17, „Am Buchenhain“) anzuschieben. 30 interessierte Bürger waren gekommen.

„Dünsen befindet sich in einer komfortablen Situation“, bescheinigte Franziska Lüders vom Büro Plankontor (Oldenburg). Denn die Gemeinde hatte das Areal gekauft und könne es selbst vermarkten. Nachgefragt seien vor allem Einfamilienhäuser.

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Dem entsprechend, präsentierte Lüders einen Vorschlag für eine Aufteilung des Areals. Für eine Bebauung mit Einfamilienhäusern mit maximal zwei Wohnungen sind danach 20 Grundstücke zwischen 600 und 823 Quadratmetern sowie drei kleinere Bauplätze mit weniger als 500 Quadratmetern gedacht. Daneben sollten auf zwei großen Grundstücken à 900 Quadratmeter zweigeschossige Gebäude mit jeweils bis zu vier Wohnungen möglich sein.

Darüber hinaus sieht der Entwurf in einem baumbestandenen Bereich im Südwesten des Plangebiets einen Spielplatz vor, nördlich anschließend ein Regenrückhaltebecken (1751 Quadratmeter). Zur Erschließung sind Stichstraßen beabsichtigt, zwei davon nach Norden für eine mögliche spätere Erweiterung des Baugebietes um eine derzeit noch landwirtschaftlich genutzte, 1,7 Hektar großen Fläche.

Die anschließende Diskussion im Rat drehte sich vor allem um die Frage, wo im Planbereich per Festsetzung größere Grundstücke für Mehrparteienhäuser möglich sein sollten. Für die SPD-Fraktion beantragte Ratsherr Uwe Kräkel, eine zweigeschossige Bauweise auch im Südosten des Gebiets zuzulassen. Noch weiter ging Julia Praß (Dünsener Bürgerliste): „Aus unserer Sicht könnten wir alles zum WA 2-Gebiet (also mit Option für zweigeschossige Bauweise) machen.“

Anders die Wählergemeinschaft Dünsen: Fraktionschefin Andrea Schadwinkel wunderte sich, dass die Planerin Lüders die Zweigeschossigkeit im Nordwesten des Plangebiets untergebracht hatte – zumal doch im Vorfeld gewünscht worden war, sie östlich des Spielplatzes anzulegen. Ihr Antrag: Östlich des Spielplatzes solle es sein.

Da an diesem Abend Ratsherr Heinrich Dittmer-Hohnholz (Wählergemeinschaft Dünsen) fehlte, standen sich bei beiden Anträgen jeweils fünf Ratsmitglieder der Wählergemeinschaft und fünf von SPD sowie Dünsener Bürgerliste gegenüber – so dass weder die eine noch die andere Seite für ihren Antrag eine Mehrheit fand.

Die gab es letztlich mit siebenmal Ja (bei zwei Nein und einer Enthaltung aus der Wählergemeinschaft) für die Aufstellung des Bebauungsplanes und für die öffentliche Auslegung des Entwurfs – mit Zweigeschossigkeit im Nordwesten, so, wie es von Franziska Lüders gleich am Anfang angeregt worden war.

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Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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