GANDERKESEE Beim nächsten Ganter wird alles anders. Oder auch nicht. Einige Vorteile hatte Brigitte Hintze bei der Gestaltung der zweiten überlebensgroßen Skulptur des Ganderkeseer Wappentieres natürlich schon. So konnte sie sich direkt an die künstlerische Arbeit machen, da ihr Auftraggeber, die Tischlerei Sandkuhl, das Tier bereits gewaschen und grundiert hatte. Und auch die kalte Garage, in der noch der „Feuerwehr-Ganter“ für die Firma „Meyer Technik“ entstanden war, konnte sie nun gegen eine warme Werkstatt auf dem Sandkuhl-Gelände eintauschen. Doch Zeit und Schweiß kostete auch dieser Ganter. 20 Stunden hat die Delmenhorster Künstlerin und Pädagogin an der Skulptur gearbeitet, „so mit Bücken und auf die Leiter steigen“, wie die 63-Jährige sagt.

Arbeit, die sich gelohnt hat, wie Hans-Hermann und Irene Sandkuhl und Carsten Wichmann von der Firma Sandkuhl am Mittwochvormittag bei der Aufstellung des Ganters feststellen. „Eine tolle Form“, lobte Sandkuhl die Skulptur von Jürgen Knapp und fügt hinzu: „Und eine tolle Gestaltung.“ Auch Eckhard Eichhorn und Rolf Schütze vom Verein „Ganter-ART“ waren vom inzwischen 24. Ganter begeistert.

„Gelandet“ ist der weiße Ganter mit den roten Dreiecken übrigens direkt neben dem Ganderkeseer Ortsschild an der Bergedorfer Straße. „Wir wollten keinen Ganter, der primär mit unserer Firma, sondern vor allem mit der Gemeinde in Verbindung gebracht wird“, erklärt Hans-Hermann Sandkuhl. „Neben dem Ortsschild begrüßt er jetzt die Besucher und zeigt, dass hier ein Ort mit Zusammenhalt beginnt.“

Werbeträger sollte der Sandkuhl-Ganter deshalb gerade nicht werden. So sind die roten Dreiecke auch nur für Einheimische als typisch Sandkuhl zu erkennen und laut Brigitte Hintze zudem künstlerisch sehr spannend. „Die geometrische Figur, die dieses gleichschenklige Dreieck ist, steht im Gegensatz zur bauchigen Figur des Ganters. Durch die Anordnung dieser Figuren habe ich dann die Form des Ganters wieder übernommen“, erklärt sie.

Nötig war dafür vor allem eine ruhige Hand – auf dem Ganter könne man schließlich nicht mit einem Lineal arbeiten – und viele Klebestreifen zum Abkleben der Dreiecke. Zu sehen ist das auch auf den Fotos, die während des Schaffensprozesses entstanden sind. In regelmäßigen Abständen schauten Hans-Hermann und Irene Sandkuhl sowie Carsten Wichmann in der Werkstatt auf dem Gelände der Firma vorbei und Hintze über die Schulter. Dabei beobachteten sie nicht nur, wie aus dem weißen Ganter ein weiß-roter wurde, sondern auch wie sich die aufs Papier gebrachte Idee auf der Figur weiterentwickelte. Die Skizze verändere sich schließlich immer, so Hintze. „Sonst wäre das ja ein reines Anmalen.“

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