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Täter offenbar getötet
Amoklauf an der Uni Heidelberg – Mehrere Menschen verletzt

„Im Erholungsort herrscht dicke Luft“ (Ð-Bericht  vom 3. November) und „Für mich ist das nicht hinnehmbar“ (Leserbrief von Sabine Junge, Ð  vom 4. November)

Wie kann die Verwaltung der Gemeinde Hude annehmen, dass die Luftqualität durch den neuen Maststall in der Umgebung verbessert wird? Doppelt so viel Vieh macht doppelt so viel Mist, das weiß jeder Bauer! Diese Bauernweisheit gilt auch für Geruchsemissionen!

Die kleinen Entlüftungsschornsteine auf der Neuanlage werden den Geruch in der Umgebung nicht vermindern. Im Gegenteil, bei entsprechender Wetterlage wird es zu einer höheren Belastung kommen. Untersuchungen der tiermedizinischen Hochschule Hannover haben gezeigt, dass die Emissionen der Mastställe bis 500 Meter weit getragen werden. Die Entlüftung der Ställe hat nicht den Sinn, die Umwelt zu entlasten, sie dienen der Ertragssteigerung der Landwirte. In unbelüfteten Ställen erlangen deutlich weniger Tiere die „Schlachtreife“, weil viele von ihnen vorher an den in den Mastställen erzeugten Bioaerosolen erstickt sind. Bioaerosole (...) führen auch bei Menschen zu schweren Lungenerkrankungen. Außerdem entstehen beträchtliche Mengen an krankheitserregenden Bakterien, die dann über die Entlüftung abgegeben werden. Die krankheitserregenden Bakterien sind durch die Überdosierung von Antibiotika inzwischen multiresistent.

Nur ein Geruchsgutachten darf nicht wegweisend für die Zulassung der Neuanlage in Hude sein, schon gar nicht, wenn es von einer berufsständischen Interessengemeinschaft der Landwirte durchgeführt wird. Ein unabhängiges mikrobiologisches Umweltlabor sollte hier (...) Untersuchungen durchführen. (...) Seit 2010 ist im Landkreis Emsland vor der Genehmigung eines Maststalles ein zusätzliches Gutachten über die Keimbelastung erforderlich. Auf Grund der Keimbelastung wird hier ein Mindestabstand von 500 Metern zur nächsten Wohnbebauung empfohlen.

Ingrid und Rainer Spöllmink, 27798 Hude

Die Sorge von Frau Junge, dass die Filteranlagen ausfallen könnten, ist völlig unberechtigt, weil es gar keine Filteranlagen gibt. Im Gesetz sind sie nicht vorgeschrieben, auch wenn das sicher jeder denkt.

Niederländische Wissenschaftler warnen schon lange vor der weiträumigen Übertragung von Antibiotika-resistenten Keimen verschiedener Art aus großen Stallanlagen, die uns in einem Umkreis von über 1000 Metern gefährlich werden können. Filteranlagen sind zu teuer. Die Agrarlobby ist groß und die Politik hängt an ihrem Tropf. Es bewegt sich nichts, solange die Verbraucher nicht auf die Barrikaden gehen und dieses Fleisch nicht mehr kaufen.

Gertrud u. Gottfried Hennes, 26209 Sandhatten

Wie ein unheilvolles Krebsgeschwür überziehen die Betreiber von Tierfabriken ungehemmt das Land, ohne Rücksicht auf die dort lebenden Menschen und die vorhandene Natur. Selbst die Jugendherberge, in der überwiegend Stadtkinder unbeschwerte Ferien inmitten einer natürlichen Umgebung verbringen sollen, ist für die Expansionsgelüste der Geflügelwirtschaft offenbar nicht tabu.

Von den Experten des Bauernverbandes oder der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft (...) ist alles ganz präzise kalkuliert worden. So bleiben z. B. dem Fabrikanten von Hähnchenfleisch, auch bekannt unter dem Namen Fabrikfleisch, in der intensiven Massentierhaltung sage und schreibe ganze acht Cent Profit pro Tier.

Die Natur und die körperliche Unversehrtheit der Bevölkerung stehen bedauerlicherweise nicht auf deren Rechnung. Wozu auch, werden die Fabrikbesitzer für die hier entstehenden Schäden z. Z. noch nicht zur Kasse gebeten. Müssten sie für die Schäden, z. B. im Grundwasser, z. B. für keimverseuchte Abluft (...), als Verursacher einstehen, würden sie schnell die Finger von dieser Milliardenpleite lasse. Da die Regierungsverantwortlichen ihnen diese Folgekosten jedoch komfortabel „vom Halse“ halten, können die Fabrikbesitzer, die sich früher einmal als glaubwürdige Bauern betätigt haben, ungeniert gesetzlich ermöglichte Renditen ungeschmälert einstreichen.

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Sobald die Bevölkerung und die Natur ihre legitimen Rechte einfordern, platzt der Traum vom schönen Profit auf deren Kosten. Ich höre diese Uhr schon deutlich ticken.

Wilfried Papenhusen, Pressesprecher Bündnis           Mensch – Umwelt – Tier         26197 Großenkneten

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