Dötlingen Das Quartier am Badbergsweg, Im Fuhrenkamp und Mühlenweg in der Ortschaft Dötlingen erhält ab Anfang September einen Straßenausbau mit Pflasterung und Kabel (für eine eventuelle Straßenbeleuchtung). Damit sind Tage mit großer Staubentwicklung bei trockener Witterung, immer wieder neuen Schlaglöchern und einer ungeregelten Oberflächenentwässerung bald Geschichte. Ende November soll alles fertig sein.

Möglich wird dieser Straßenausbau durch eine Gemeinschaftsanstrengung der Anlieger im Einvernehmen mit der Gemeinde Dötlingen. Maren Henze und Frank-Ronald Rath stellten am Freitag auf Nachfrage das Anliegerprojekt vor. Anlass war ein Ortstermin von Bauamtsleiter Uwe Kläner mit der Baufirma sowie der EWE und dem OOWV tags zuvor.

Zum Hintergrund: Das Thema Straßenausbau stand für die Anlieger schon vor rund 20 Jahren einmal an. Damals wollte die Gemeinde die Sandwege zu befestigten Straßen ausbauen. Das stieß aber bei den Anliegern nicht auf Gegenliebe. Die Kosten eines solchen Ausbaus wären im Verhältnis von 90 Prozent der Anlieger zu zehn Prozent der Gemeinde ausgeführt worden. Hohe Summen drohten den Eigentümern großer Grundstücke und Eckgrundstücke.

Davon ist heute nicht mehr die Rede. „Dass etwas passieren musste, war allen 48 Anliegern an drei Straßenzügen klar. Aber eben nicht zu den hohen Kosten“, schilderte Rath. Anfang 2015 formierte sich aus der Anliegerschaft eine Gruppe, die nach Alternativen suchte.

Jeweils zwei Vertreter aus den drei Straßen vertraten die Meinungen aller Anlieger. Im Fuhrenkamp waren dies Heiko Anthonsen und Enrico Wilk, am Badbergsweg Wilhelm Dittschar und Maren Henze sowie am Mühlenweg Frank-Ronald Rath und Sarah bzw. Dirk Orth.

„Einen erster Versuch, die Wege mit Hochofenschlacke günstig zu befestigen, lehnte die Gemeinde ab, da es sich nicht um einen Endausbau handeln würde“, erklärte Rath. Bei einem weiteren Treffen brachte im Juli 2017 Sarah Orth einen weiteren Denkanstoß ein. Sie verwies auf die Schaftrifft in Dötlingen, wo die Anlieger den Ausbau selbst vornahmen und regelten.

Rath holte Angebote ein. Die Firma Siemer aus Visbek erhielt den Zuschlag. Demnach werden rund 100 000 Euro für die Pflaster- und Gründungsarbeiten benötigt. Die Gemeinde übernimmt die Kosten für das Material.

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„Das bedeutet für uns grünes Licht“, betonte Maren Henze. Sie hob die ehrenamtliche Arbeit der Straßenvertreter hervor. „Als Ergebnis steht nun fest, dass bis auf zwei Anlieger alle 48 den Ausbau befürworten und auch finanziell mittragen“, so Rath. Von den Anliegern wurden je 3000 Euro eingezahlt. Genau abgerechnet wird nach Fertigstellung. „Der Betrag wird dann wohl bei etwa 2500 Euro pro Anlieger liegen“, meinte Rath weiter.

Inbegriffen sind auch die Bepflanzung der Beete an den Fahrbahnverschränkungen und natürlich eine Einweihungsfeier. Henze: „Unter dem Strich können wir das so angegangene Projekt nur loben.“ Dahinter stehe ein demokratischer Prozess, der die Nachbarschaft einte und auch die Gegner eines Ausbaus von vor 20 Jahren mit in die Runde geholt habe.

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