+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 10 Minuten.

Mögliches Rechtes Netzwerk In Hessen
Polizeipräsident Münch tritt nach Drohmail-Affäre zurück

Dötlingen /Hockensberg Das aktuelle Zahlenwerk für das Interkommunale Gewerbegebiet in Hockensberg hat Bauamtsleiter Uwe Kläner während der Sitzung des Dötlinger Finanz- und Wirtschaftsausschusses am Dienstagabend vorgestellt. Die Gesamtkosten belaufen sich derzeit auf 10,261 Millionen Euro. Nach der Empfehlung im Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss gab es auch im Finanz- und Wirtschaftsausschuss eine Mehrheit für die Änderung des Flächennutzungsplans und den Bebauungsplan Nr. 55 „Gewerbegebiet Hockensberg“. Der Antrag der FDP-Fraktion auf Einstellung des Planes scheiterte. Nur die Grünen unterstützten ihn. CDU und SPD lehnten ihn mit ihrer Mehrheit ab.

Vor dem Abschluss

An diesem Donnerstag, 14. November, werden sich Verwaltungsausschuss und Rat (öffentliche Sitzung ab 19 Uhr im Landhotel) mit dem Feststellungsbeschluss befassen. Bei einem positiven Votum (was angesichts der Mehrheit von CDU und SPD sehr wahrscheinlich ist) wäre die Planung abgeschlossen. Nach dem Satzungsbeschluss werden laut Kläner die Unterlagen für den F-Plan an den Landkreis Anfang Dezember übermittelt. Mit der Genehmigung wird drei Monate später gerechnet. Der Vertrag zwischen Landkreis und Landesbehörde wird im Dezember unterschrieben. Die Antragstellung für die Fördermittel an die N-Bank muss bis zum 15. Dezember detailliert fertig sein. Die Genehmigungsplanung wird zum 1. Januar 2020 erwartet, die Ausführungsplanung am 1. März. Der Erhalt des Förderbescheides ist im Februar/März 2020 geplant. Ausschreibung, Submission und Auftragsvergabe könnten im April 2020 erfolgen. Der Baubeginn ist für den 1. Mai vorgesehen.

Ein Selbstläufer ist das Vorhaben „A1 Interkommunales Gewerbegebiet Wildeshausen-Nord“ noch nicht. Eingangs hatte Ausschussvorsitzender Claus Plate (FDP) seine Bedenken gegen das Gewerbegebiet geäußert. In der Sitzung zeigten sich die Hockensberger weiterhin kämpferisch. Sie ziehen auch rechtliche Schritte in Erwägung ziehen, wie Marcus Martens, Vorsitzender des Heimatvereins Hockensberg, in der abschließenden Einwohnerfragestunde andeutete. Doch das gehe erst, wenn letztendlich der Landkreis das Gesamtvorhaben genehmigt habe, hieß es.

Claus Marx, bei der Stadt Wildeshausen für die Wirtschaftsförderung und Vermarktung zuständig, berichtete über bereits vorliegende Anfragen von Unternehmen. Die Grundstücksverkäufe sollen über die Stadt abgewickelt werden. Er sprach von zwölf Voranfragen durch Unternehmen aus Dötlingen, Wildeshausen und dem Umland. Dieses Interesse würde theoretisch für den Verkauf der Fläche reichen, wie er ausführte.

Hohe Zuschüsse

In seiner Präsentation erklärte Kläner die Eckdaten. Wie sich die tatsächlichen Kosten und damit der Quadratmeter-Preise entwickeln werden, ist noch nicht gänzlich sicher. Das insgesamt gut 35 Hektar große Plangebiet bietet eine Verkaufsfläche von über 23 Hektar inklusive Grünflächen, die mit erworben werden müssen, aber nicht bebaut werden können. Laut Kläner belaufen sich die Gesamtkosten derzeit auf 10,261 Millionen Euro. Eine Förderung durch die N-Bank und den Kreis wird in Höhe von 3,703  Millionen Euro erwartet.

„Bei einem Quadratmeterpreis von 25 Euro ergibt sich eine Einnahme von 5,757 Mio. Euro und eine Unterdeckung von 800 061 Euro. Bei 30 Euro je Quadratmeter kämen 6,908 Mio. Euro in die Kasse. Es ergebe sich ein rechnerisches Plus von 351 413 Euro. „Allerdings wissen wir nicht, wie sich die Baukosten entwickeln“, betonte Kläner.

Die Anteile der beteiligten Kommunen belaufen sich bei den Einnahmen und Ausgaben auf 45 Prozent für Dötlingen, 40 Prozent für Wildeshausen und 15 Prozent für Prinzhöfte. Derzeit werde mit einem Plus von 20 Prozent gerechnet. Das alles vor dem Hintergrund der Förderung durch die N-Bank mit 60 Prozent. Der schlechteste Fall wäre der Ausfall dieser Fördersumme, so Kläner. Damit sei aber aufgrund von Vorgesprächen nicht zu rechnen. Wohl aber mit einem entsprechenden Grundstückspreis, den der beauftragte Gutachterausschuss für Grundstückswerte ermitteln soll.

Die Planungen für Straßenbau, Kanalisation und Haltestellenkonzept sowie die Ergebnisse der Bodenuntersuchungen liegen vor. Die vorgeschlagenen Ausgleichsflächen im Plangebiet und auf den Flächen Ellinghusen und Viet sind eingerechnet und mit den Fachbehörden abgestimmt. Wie Kläner ausführte, ergebe sich sogar ein Punkteüberschuss bei der Kompensation. Ein Wärme- und Energiekonzept liege „bedingt“ vor. Erarbeitet wird eine „Erwerberfibel“ in Sachen Klimaschutz sowie die geeignete Straßenbeleuchtung. Über den Grunderwerb sind grundsätzliche Einigungen geschlossen.

NWZ-Immo.de
Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.