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Nach Bahnhofsbrand in Ganderkesee
Ermittlungsgruppe „Gantero“ findet verdächtigen Gegenstand

Dötlingen /Hockensberg Die Positionen sind seit langem klar. Die Fraktionen von CDU, SPD sowie Bürgermeister Ralf Spille (zwölf Ja-Stimmen für die entsprechende Bauleitplanung) halten das interkommunale Gewerbegebiet Hockensberg für eine richtige Entscheidung, um Arbeitsplätze und Gewerbesteueraufkommen in der Gemeinde Dötlingen zu sichern. FDP und Bündnis 90/Die Grünen (sechs Nein-Stimmen) haben dagegen große Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Projektes und verweisen auf die Ablehnung durch die Hockensberger. Entsprechend fielen die Redebeiträge im Rat aus: Alle Beteiligten fassten ihre Argumentationsketten kurz zusammen, bevor der Bebauungsplan endgültig beschlossen wurde. Gabriele Roggenthien (Grüne) verwies angesichts der geringen Zuhörerschar gar nur auf ihr ausführliches ablehnendes Statement im Fachausschuss.

Gernot Kuhlmann (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses, sah ein „sehr, sehr geringes finanzielles Risiko“. Zudem verwies er auf die zwölf Voranfragen von Betrieben. Im Verfahren sei eine Menge gearbeitet worden, um das Gebiet für Anwohner und Natur „erträglich“ zu machen. „Ich hoffe, es gibt ein einstimmiges Votum“, sagte er. Dieser Wunsch erfüllte sich nicht.

Rudi Zingler betonte, dass die SPD das Gebiet mittrage, auch wenn man immer noch Bedenken habe. Sollten die Fördermittel von der N-Bank jedoch komplett ausfallen, gebe es Beratungsbedarf. Auch gelte es die Preisvorgabe des Gutachterausschusses abzuwarten. „Wenn wir das ohne Schulden machen können, ist das positiv“, so Zingler zum Gewerbegebiet.

Eckehard Hautau (FDP) warnte dagegen vor einem „wirtschaftlichen Fiasko“. FDP-Fraktionschef Claus Plate erinnerte an vertane Chancen, so beim Beschluss 2009, der nie umgesetzt worden sei. Die FDP lehne Hockensberg ab. Wenn es aber die Mehrheit beschließe, dann solle man es auch zu einem Erfolg führen und weiter die Bürger mitnehmen.

Bürgermeister Ralf Spille sprach von einem „positiven Tag“. Er erinnerte daran, dass die Gemeinde über Alternativen nachgedacht habe, sie aber letztlich verworfen habe. Dass die Anlieger nicht begeistert seien, könne er verstehen. Aber es sei eine Menge in den vier Jahren passiert, was im Sinne der Anlieger sei. Er nannte das Regenrückhaltebecken, den Grünstreifen, die künftige Sackgasse Brakland (außer für landwirtschaftlichen Verkehr), die Haltestelle und den Erhalt vieler Bäume. „Der Rat muss die gesamte Gemeinde sehen“, so Spille. Das Gewerbegebiet bedeute eine Stärkung der Region.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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