Rethorn Christine Wienand wohnt in idyllischer Lage in Rethorn mit Blick auf eine Weide und das dahinter gelegene Stenumer Holz. Dieser schöne Ausblick könnte ihr jedoch schon bald durch mehrere Neubauten genommen werden. Der Grund: Ein aus dem Jahr 1982 stammender Bebauungsplan wird jetzt wieder konkret.

„Damals gab es wohl einen Investor, aber daraus ist dann doch nichts geworden“, sagte Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung im Ganderkeseer Rathaus am Donnerstag. Jetzt sei aber wieder ein Erschließungsträger mit dem Wunsch, zu bauen, an die Gemeinde herangetreten. Ein Bebauungsplan gelte in der Regel unbefristet.

Anwohnerin Christine Wienand sieht das ganz anders. Sie sagt, der Bebauungsplan dürfe gar nicht mehr gültig sein: „Ein Bauvorhaben muss erforderlich sein. Ob das nach fast 35 Jahren heute noch so ist, ist mehr als fraglich.“

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Wienand beklagt, dass Natur und Tierwelt leiden würden und zudem ein weiteres Naherholungsgebiet verloren ginge, sollten auf dem rund zwei Hektar großen Areal zwischen Hohenkamp, Birken- und Falterweg künftig keine Pferde, sondern Einfamilienhäuser stehen. In einem offenen Brief an die Gemeinde hat sie ihren Unmut bereits zum Ausdruck gebracht und die geplante Bebauung als „direkten Stich ins Herz der Anwohner“ bezeichnet. „Es wäre ein Jammer, wenn auch hier bald nur noch Platz für Autos, gepflasterte Straßen und Einfamilienhäuser wäre“, heißt es in dem Schreiben der Anwohnerin weiter.

Dass die Anlieger nicht über die Pläne der Gemeinde in Kenntnis gesetzt würden, kritisiert Wienand. Sie sagt, dass jede Art der Bebauung der Öffentlichkeit vorgelegt werden müsse. „Die Öffentlichkeit von vor 35 Jahren ist heute eine andere.“

Wie viele Grundstücke auf der Weide entstehen könnten, ist noch unklar. Näheres zu den Plänen wollte Peter Meyer noch nicht verraten, da die Verträge noch nicht unterschrieben seien. Festgelegt sei aber, dass ein Drittel des Plangebietes von der Gemeinde erworben und als Grünfläche ausgewiesen wird, so Meyer.

Dass die Gemeinde die Anwohner im Unklaren lasse, sieht Meyer nicht so: „Die Anlieger können ins Rathaus kommen und sich jederzeit informieren.“

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