GANDERKESEE Hendrik Stangenberg hat die Ruhe weg. Jeden Moment wollen 403 müde, aber hungrige Kirchentagsbesucher sein Frühstücksbuffet stürmen. Doch von Hektik ist am frühen Freitagmorgen in der Mensa des Schulzentrums Ganderkesee nichts zu spüren.

„Gleich kommen nur vereinzelte Frühaufsteher“, sagt der Quartiermeister und Frühstücksverantwortliche. „Richtig voll wird es ab halb acht. Dann reicht die Schlange bis draußen – bis wir dann um halb neun schließen.“

Und tatsächlich: Pünktlich um halb sieben schleichen die ersten verschlafenen Gäste mit noch kleinen Augen Richtung Kaffee und Brötchen. Freundlich reichen die ehrenamtlichen Helferinnen an der Ausgabe alles an, was man für ein ausgiebiges Frühstück braucht.

Niemand muss hungern

Die acht Helferinnen wirken entspannt und ausgeruht. Kaum zu glauben, dass sie bereits seit 5 Uhr das Frühstück vorbereiten. „Da wird als erstes der Kaffee aufgesetzt. Das sind pro Tag etwa 550 Tassen, plus Tee und Milch“, sagt Hendrik Stangenberg. „Dazu gibt es 280 Joghurts, 20 Gläser Marmelade und Nutella, drei Kisten Äpfel, Käse, Mortadella und Mettwurst und natürlich 900 Brötchen.“ Die Lebensmittel stammen teils aus Spenden, teils aus „sehr kooperativen Einkäufen“.

Geschirr, Besteck und Handtücher müssen die Gäste selbst mitbringen. „Aber diejenigen, die nichts dabei haben, lassen wir auch nicht verhungern“, so Hendrik Stangenberg. „Wir haben auch Ersatzgeschirr.“

Auch sonst gibt es keine Pannen zu melden. „Am ersten Morgen haben wir uns zu acht in der Küche etwas auf den Füßen herum gestanden“, sagt Hendrik Stangenberg. „Aber inzwischen sind die Aufgaben gut verteilt.“

Langsam wird die Schlange am Buffet länger. Manche kommen in Schlappen und Pyjama und versuchen vor lauter Müdigkeit, nicht allzu sehr anwesend zu sein. Andere erscheinen frisch geduscht und putzmunter.

Gäste sind zufrieden

Die Gäste fühlen sich in ihrem Quartier rundum wohl und sind mit dem Frühstück sehr zufrieden. „Das Frühstück ist richtig lecker. Es ist alles da, was man braucht. Ich finde klasse, dass sich die Damen so früh engagieren“, sagt Lars Sörensen aus Lübeck. „Überhaupt fühlt man sich hier im Quartier herzlich willkommen und alle sind sehr freundlich und bemüht.“

Für die Helferinnen ist das Engagement selbstverständlich. „Ich bin hier die ökumenische Quote“, schmunzelt Margarita Meyer, „ich bin aus der katholischen Gemeinde St. Hedwig. Pastorin Bruns hat mich angesprochen und ich habe gleich zugesagt. Mir machen vor allem die vielen kleinen Gespräche mit den verschiedenen Leuten Spaß.“ Auch die 16-jährige Alke Jagusiak packt mit an: „Meine Mutter hilft hier mit, da wollte ich auch mal die Erfahrung machen. Danach fahre ich zum Kirchentag.“

In der Mensa sind derweil die Lebensgeister erwacht. Dort herrscht munteres Geplauder. Und plötzlich werden zwischen Messerklappern und Gelächter die Stimmen erhoben. Kerstin Kellner aus Nürnberg bekommt zu ihrem 35. Geburtstag nicht nur Kuchen und Geschenke, sondern auch ein Ständchen. „Ich finde es schön, auf dem Kirchentag Geburtstag zu haben“, sagt sie. „Vor allem, wenn alle für mich singen.“

„Mir machen

vor allem die

vielen kleinen

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Gespräche Spaß“

Margarita Meyer

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