HARPSTEDT HARPSTEDT/MSI - Trotz Rückganges sind die Fallwildzahlen im Hegeringsbezirk Harpstedt nach wie vor zu hoch. Das machten Hegeringsleiter Rudolf Alfken und Kreisjägermeister Erich Kreye bei der Jahreshauptversammlung am Mittwoch in Ippener deutlich. Im Streckenbericht ist die Fallwildzahl (Tiere, die durch Verkehrseinfluss verenden) mit 450 Tieren angegeben. Im Vorjahreszeitraum waren es 517 Tiere. Allein 145 Rehe und 15 Wildschweine fielen dem Straßenverkehr zum Opfer. Im Vorjahr hatte der Kreis Maßnahmen ergriffen, um das Unfallgeschehen positiv zu beeinflussen: „An besonderen Schwerpunkten haben wir große Schilder aufgestellt, die nur zu bestimmten Zeiten aufgeklappt werden. Dadurch soll ein Gewöhnungseffekt für die Autofahrer vermieden werden“, erläuterte Erich Kreye.

Der Streckenbericht des Hegerings weist fürs Jagdjahr 2005/2006 insgesamt 4271 Stück erlegtes Wild aus. Im Vorjahr betrug die Strecke 4560 Stück. Beim Federwild (minus 150) und Rehwild (minus 51) verzeichnen die Jäger den größten Rückgang.

Neben den jagdlichen Aufgaben leisteten die Harpstedter Jäger wieder zahlreiche Stunden bei der Hege und Pflege der Reviere. Rudolf Alfken sprach den Mitgliedern hierfür seinen Dank aus.

Für ihre langjährige Zugehörigkeit zum Hegering wurden Heinz Sprengel (25 Jahre), Rolf Strodthoff, Ulrich Bahrs, Heinrich Rennecke, Heinz Harrer, Hermann Döpke (40) und Herman Borchers (50) von Rudolf Alfken mit der Ehrennadel geehrt.

Auf aktuelle jagdpolitische Fragen ging Kreisjägermeister Erich Kreye ein. Sorge bereitet den Jägern die Zunahme der Biogasanlagen. Nach seinen Informationen rechne das Landwirtschaftsministerium in Hannover mit der Zunahme der Maisanbauflächen um den Faktor fünf, so Kreye: „Das bedeutet, dass die zurzeit angebauten 50 000 Hektar Mais auf 250 000 anwachsen werden.“ Das Problem: Schwarzwild werde sich „in den Maisfeldern gütlich halten und dann in den Schutz des Waldes zurückziehen“.

Kreisveterinär Dr. Jochen Vahrenhorst informierte über das Trichinenaufkommen beim Wild. „Wir haben im Jahr 2005 rund 400 Proben untersucht. Alle waren negativ“, berichtete er. Auch bei der Schweinepest gab es bislang bei 100 untersuchten Blutproben nur negative Ergebnisse.

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