Denghausen Noch hängt der wertvolle Stein mit seinem neu erworbenen Schriftzug buchstäblich in den Seilen. Henning Pauley hat ihn am Wochenende mit seinem Traktor an den Eingang des Dorfes gebracht, gesichert mit Zurrgurten. Mit Großbuchstaben steht der Ortsname Denghausen auf ihm. „Jetzt wissen die Leute endlich, wo sie sich befinden, wenn sie hier Rast machen“, freut sich Hella Pauley, die in Denghausen lebt – eine von neun Bewohnern der kleinen Bauerschaft.

Sobald der Stein an der richtigen Stelle platziert ist, werden die Spanngurte entfernt, „rund umzu kommt jetzt noch Rindenmulch und dann sieht es hoffentlich schick aus“, sagt Pauley, packt sich den Spaten und legt los. Ihr zur Seite stehen die anderen Dorfbewohner, alle legen Hand an. Einige Spatenstiche später dann der prüfende Blick: „Sieht doch toll aus, oder?“ Ein wenig bepflanzt werden soll die Umgebung des Steins im Frühjahr auch noch.

Zeit für eine Pause

Die Bauerschaft Denghausen liegt ziemlich genau auf der Mitte zwischen Wildeshausen und Goldenstedt. An der Ecke Hauptstraße/Bauerschaft Denghausen ist im Zuge der Dorferneuerung aber viel mehr passiert, als nur der Stein mit Verweis auf den Ortsnamen. Ein neues, hölzernes und geräumiges Buswartehäuschen hübscht nun den Dorfeingang auf, daneben laden mehrere Bänke und Tische zum Verweilen ein. „Auch mehrere Ständer zum Anketten von Fahrrädern gibt es jetzt hier“, sagt Georg Elder und zeigt auf das neue rustikale Sitz-Ensemble.

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„Hier ist ein besonderer Punkt. Man kann in alle Richtungen weit schauen, daher machen hier Kohltouren und Radgruppen gern Halt“, konnte Hella Pauley schon öfter beobachten. Die Landwirtin war auch diejenige, die die Idee zu dem Ortseingangs-Stein hatte. Der Findling stammt vom eigenen Hof und „liegt bestimmt schon seit 20 Jahren bei uns hier im Wald herum“, berichtet Sohn Henning Pauley. 1978 hatte sein Vater Hergen Pauley zwei riesige Steinbrocken beim Pflügen auf dem Feld entdeckt – einer davon schmückt nun die Ortseinfahrt.

1,7 Tonnen schwer

Bearbeitet hat den schwedischen Gneis Bildhauer und Restaurator Herbert Dietrich. Seit 51 Jahren ist er in dem Beruf tätig. Rund 1,7 Tonnen wiegt das neue Aushängeschild der Bauerschaft. Möglich gemacht hat das auch die Stadt Wildeshausen. „Die Stadt hat den Antrag zur Dorferneuerung bewilligt und die Kosten übernommen“, ist Hella Pauley froh.

Und was ist mit dem zweiten Findling passiert? „Den habe ich mit unserem Familiennamen beschriften lassen, natürlich auch von Herbert Dietrich. Er ziert jetzt die eigene Hofeinfahrt.“ Die Familie habe die Idee schon lange gehabt, jetzt sei eine passende Gelegenheit gewesen.

Imke Harms Reporterin / Redaktion Wildeshausen
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