Wüsting Die Diskussionen um den in Wüsting geplanten Bau eines „multifunktionalen“ Parkplatzes dauern an: Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt votierte am Mittwoch mit acht Ja-Stimmen für Variante 1 der beiden von Hans-Rudolf Werner (Planungsbüro Ingwa) präsentierten Entwürfe. Zwei Gegenstimmen kamen von den SPD-Mitgliedern Heiko Aschenbeck und Ralf Schepker, Ausschussvorsitzende Ulrike Janz-Janzen enthielt sich. Variante 2 kam für keines der Mitglieder in Frage.

Allerdings einigte sich der Ausschuss, dass die Variante 1 nicht zwingend so umgesetzt werden muss, wie im Plan vorgesehen. Es soll grundsätzlich ein „multifunktionaler“ Parkplatz entstehen, über die genaue Umsetzung soll später diskutiert werden.

Details später

Die grundsätzliche Zustimmung zum Bau des Platzes war aber dringend nötig, damit die Verhandlungen mit dem Betreiber der Seniorenwohnanlage starten können. Dies machte Bürgermeister Axel Jahnz nach langer Diskussion der Ausschussmitglieder deutlich. Bevor Details festgelegt werden, sollten der Seniorenwohnanlagenbetreiber sowie der Gewerbebetrieb, der die rund 2500 Quadratmeter große Fläche an der Ecke Hauptstraße/Beim Wall kaufen will, „mit ins Boot“ geholt werden.

Erweiterung der Park- & Ride-Anlage

Der Beschluss sieht vor, die Park- & Ride-Anlage auf der Südseite des Wüstinger Bahnhofs zu erweitern. Das Areal soll durch eine neue Stichstraße, die gegenüber von der im Bau befindlichen Seniorenwohnanlage von der Straße „Beim Wall“ abzweigt, an das Neubaugebiet angebunden werden.

Variante 1 sieht 97 Parkplätze vor, in Variante 2 waren 102 Plätze vorgesehen. In beiden Versionen sind auch drei Busstellplätze eingeplant. Ebenfalls identisch sind 50 Parkplätze auf der östlichen Seite der Stichstraße, von denen 25 für die Seniorenwohnanlage vorbehalten sein sollen.

Die Kosten für Variante 1 bezifferte Planer Hans-Rudolf Werner auf 325 000 Euro. Davon abzogen werden muss der finanzielle Anteil der Seniorenwohnanlage, den Werner mit 60 000 Euro ansetzte.

Variante 2 hätte mit 365 000 Euro zu Buche geschlagen, da hier zusätzlich ein Baumtor vorgesehen war, das den Eingang der Stichstraße säumen sollte.

Bei einer Zustimmung hätte er „Bauchschmerzen“, äußerte Schepker, da der Beschlussvorschlag, der Variante 1 zuzustimmen, nicht enthalte, dass die Details noch offen sind.

Vor der Abstimmung machte Schepker deutlich, dass er die Anzahl der vorgesehenen Parkplätze als zu hoch ansehe. Die veranschlagten Kosten in Höhe von 325 000 Euro halte er für „zu üppig““. CDU-Ratsmitglied Wilfried Siems unterstützte zwar die Aussage, dass die Masse an Parkplätzen jetzt noch nicht benötigt werde, aber man müsse auch „20 Jahre und länger denken“. Deshalb schlug er vor, die Parkplätze auch aus Kostengründen in zwei bis drei Abschnitte zu teilen, die nacheinander befestigt werden.

Keine Sicherheit

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Uneinigkeit herrschte auch bei der geplanten Anlegung der Busstellplätze. Schepker wies auf die Aussage der Weser-Ems-Busverkehr GmbH hin, dass sich die Bahnüberquerungen für drei der vier Busse mit einer Verlegung mehr als verdoppeln würden. Deshalb sehe er keinen Sinn in einer Umsiedlung. Siems betonte die Notwendigkeit der Verlegung von Wüsting-Nord nach Süd, da die jetzige Haltestelle insbesondere in der Mittagszeit nicht ausreiche. Die Busse stehen laut Siems zeitweise auf dem Fußgänger- und Radweg. „Von Schulwegsicherheit kann man ganz sicher nicht mehr reden“, so Siems. Man könne auch einen „Teil der Busse mit rübernehmen“, schlug Dieter Dalle von der FDP vor.

Die zuständige Fachbereichsleiterin Martina Schneider unterstrich am Ende noch einmal die Aussage des Bürgermeisters: Es gehe in dieser Sitzung um einen Grundsatzbeschluss, „alles andere ist Haushaltsbeschluss“.

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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