HUDE Das in Wüsting geplante seniorengerechte Wohnprojekt „Das Dorf im Dorf“ macht entscheidende Fortschritte: „Wir sind auf der Zielgeraden“, freut sich Elisabeth Scheller, die sich mit einem zehnköpfigen Team seit rund fünf Jahren der Planung und Vorbereitung des Projektes verschrieben hat.

Als Investor fungiert Bernd Ressel, Geschäftsführer der Oldenburger Ressel Haus GmbH. Ihm ist es jetzt gelungen, einen renommierten Betreiber zu finden. „Wir sind uns über die wesentlichen Dinge einig, jetzt gehen wir in die Feinabstimmung“ , sagte Ressel. Am Mittwoch, 15. Juni, will er ein Konzept im Huder Wirtschaftsausschuss vorstellen. „Wir wollen etwas Außergewöhnliches schaffen“, hat er sich vorgenommen. Die Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis, dessen großes Engagement er ausdrücklich lobt, und der Gemeindeverwaltung sei überaus fruchtbar, erklärte Ressel.

Damit dürften Unstimmigkeiten, die im Vorfeld und während der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt entstanden waren, ausgeräumt sein. In der Sitzung am Mittwoch ging es um die Ausbauplanung der Straßen im nördlichen Teil des Bebauungsplanes Nr. 74 („An der Bahn/Hauptstraße/An der Schule“), in dem die Gemeinde seit 2007 eine Fläche für das Seniorenwohnprojekt vorhält.

Weil dem Entwurf, den Hans-Rudolf Werner vom Planungsbüro Ingwa den Ausschussmitgliedern vorstellte, eine Einfamilienhaus-Parzellierung zugrunde lag, wurde eine Entscheidung auf Antrag von Birte Wachtendorf (Grüne) vertagt. Zwar betonte Werner, man könne die Parzellierung so verändern, dass mehrere Grundstücke zu dem Wohnprojekt zusammengefasst werden: „Da würden nur ein paar Zufahrten wegfallen. Hochbordanlagen sind in diesem verkehrsberuhigten Bereich ohnehin nicht vorgesehen.“ Doch Hermann Dunkler-Gronwald (SPD) befand: „Es macht keinen Sinn, eine Planung auf den Weg zu bringen, die nur ein Provisorium ist. Das Senioren-Wohnprojekt sollte von Anfang an im Mittelpunkt stehen.“

Irritationen gab es darüber, inwieweit der Investor in die Planung eingebunden war. Bürgermeister Axel Jahnz sagte, man habe sich abgestimmt. Demgegenüber bekundete SPD-Ratsfrau Ulrike Janz-Janzen, dass der Investor ihr am Vortag telefonisch versichert hat, er habe die Ausbauplanung nicht gesehen.

Beides ist richtig: Bernd Ressel bestätigte auf Nachfrage der NWZ, dass die Straßenausbauplanung vor einigen Wochen Gegenstand einer Telefonkonferenz zwischen Wirtschaftsförderer Roland Arndt, dem stellvertretenden Leiter des Fachbereiches für Gemeindeentwicklung, Thomas Settelmeier, und ihm gewesen sei. Zuvor habe er einen Auszug aus dem Bebauungsplan erhalten, auf dem er einen Entwurf konzipiert habe. Aus seiner Sicht ist es kein Problem, die Straßenausbauplanung so zu verfeinern, dass sie der Endkonzeption für das Wohnprojekt entspricht.

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Für das Wohnprojekt „Das Dorf im Dorf“ im Neubaugebiet Wüsting geht die Planungsgruppe von einem Investitionsvolumen von rund fünf Millionen Euro aus. Es soll etwa 70 Menschen einen Platz zum Leben geben.

Das Konzept sieht ein Angebot verschiedener Wohnformen im Alter mit unterschiedlichem Pflegebedarf vor. Es soll eine Mischung entstehen vom selbstbestimmten Leben im Einfamilienhaus mit Garten über das pflegeleichtere Reihen- oder Doppelhaus bis hin zum kleinen Appartement.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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