Wildeshausen Die Stadt Wildeshausen könnte auf einen Schlag 13 Hektar Gewerbe- und Industrieflächen verkaufen – wenn sie sie hätte. Und genau das ist das Problem, auf das am Freitag die Aktionsgruppe „Willi wühlt“, die Mittelstandsvereinigung (MIT) sowie der Handels- und Gewerbeverein (HGV) in der Kreisstadt aufmerksam gemacht haben. Sie trafen sich vor dem Eingang von Grashorn. Das Kunststoffverarbeitungsunternehmen sucht wie auch Getränke Nordmann, die Hähnchenschlachterei Kreienkamp und die Futtermittelspedition Burmeister dringend neue Flächen.

„Wir schreien seit gefühlt 20 bis 25 Jahre nach einem Industriegebiet, doch nichts passiert“, sagte MIT-Vorsitzender Ingo Hermes. Seiner Meinung nach werde nicht nur das geplante interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet in Hockensberg nahe der Autobahnanschlussstelle Wildeshausen-Nord benötigt, sondern auch ein Gewerbe- und Industriegebiet Wildeshausen-West an der A 1. In keinem Fall dürften die beiden Standorte gegeneinander ausgespielt werden.

„Wildeshausen braucht Gewerbesteuern, und das Gewerbe braucht Flächen, sonst sind wir irgendwann nur noch ein Luftkurort. Doch den können wir uns dann mangels Gewerbesteuern nicht mehr leisten“, formulierte Torsten Koschnitzke („Willi wühlt“).

Für den Schlachtunternehmer Walter Kreienborg steht inzwischen längst fest: „Wenn ich rund um Wildeshausen eine passende Fläche bekommen, bin ich weg.“

Spediteur Philipp Burmeister steht bereits in Verhandlungen mit der Gemeinde Visbek. „Wildeshausens Wirtsförderer Claus Marx hat sich wirklich um uns bemüht, doch er konnte uns bislang mangels Flächen nicht helfen“, erklärte Burmeister. Dabei gehe es nur um 5000 Quadratmeter.

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Lärm und andere Immissionen seien es, weshalb die Unternehmer raus aus Wildeshausen an die nahe A 1 wollen. „Außer Wildeshausen-West gibt es zwischen Osnabrück und Bremen keinen Autobahnanschluss, an dem es kein Gewerbegebiet gibt“, meinte Burmeister.

Die Umsiedlung von Wildeshauser Firmen ist in den Augen von Dr. Volker Pickart (MIT) nur die eine Seite des Problems. Die andere Seite sei, dass die Stadt ohne ein Gewerbe- und Industriegebiet auch keine neuen Betriebe in Wildeshausen ansiedeln könne. Ein weiteres Argument brachte Tom Lagerpusch (HGV) vor. „Wenn Firmen wie Grashorn umsiedeln könnten, bekäme Wildeshausen eine neue Wohnbaufläche in bester Innenstadtlage.“

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Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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