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HASBRUCH Jens Meier hat die Faxen dicke. Zu häufig müsse er einschreiten, weil Hundehalter ihrem Bello im Hasbruch freie Bahn lassen. In der Woche, so schätzt der Revierleiter, gebe es wohl täglich drei bis vier Verstöße gegen den Leinenzwang, am Wochenende seien es „locker 20“. „Das ist ein echtes Problem“, sagt Jens Meier.

Dabei sei die Rechtslage eindeutig, erklärt Georg Schinnerer von der Naturschutzbehörde beim Landkreis Oldenburg. Nach der Verordnung über das Naturschutzgebiet Hasbruch müssten Hunde in dem 630 Hektar großen Waldgebiet an die Leine – und zwar ganzjährig. Bei Verstößen spreche der Landkreis ein Verwarngeld aus. „20 Euro“ würden verlangt – bisher. Doch diese Summe, so schildert Jens Meier seine Eindrücke, schrecke nicht wirklich ab. Es gebe zwar Hundehalter, die nicht wüssten, dass sie ihren Hund hier an die Leine nehmen müssen, räumt der Revierleiter ein. „Die leinen dann in der Regel sofort an.“ Aber „ein Großteil“ der Hundehalter wisse um den Leinenzwang, ist Meier überzeugt. „Der interessiert sie gar nicht.“

Mitunter, so berichtet der Förster, werde er „noch blöde angemault“, wenn er auf die Anleinpflicht hinweise und die Personalien feststellen wolle. Das dürfe er gar nicht, heiße es dann. Aber Meier darf. Es komme sogar vor, dass Hunde im Hasbruch weglaufen, sagte der Revierleiter – und berichtet von einem Bremer, der ihn um Hilfe gebeten habe, seinen Vierbeiner aufzuspüren. Mit einem ausgelegten Kleidungsstück gelang es Meier, den Hund wieder einzufangen.

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Der Revierförster wies darauf hin, dass der Leinenzwang aus guten Gründen bestehe. Einer dieser Gründe: Wenn ein Hund frei im Wald laufe, dann würden andere Tiere panikartig flüchten. Es komme zu absolut unnötigen Energieverbräuchen – und zur Schwächung der Tiere.

Von der Möglichkeit, auf den Leinenzwang mit weiteren Hinweisen an den Waldeingängen aufmerksam zu machen, hält Meier wenig. Es gebe bereits eindeutige Schilder. Vielmehr gebe es Überlegungen, das Verwarngeld spürbar heraufzusetzen – insbesondere für Hundehalter, die wiederholt ertappt werden.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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