SANDKRUG Im Vorfeld der Mitgliederversammlung der TSG Hatten-Sandkrug hat der Vorsitzende Jens Büsselmann juristischem Druck seiner vereinsinternen Gegner nachgegeben. Anwälte mehrerer Parteien hatten Tagesordnung und Termin der Versammlung angezweifelt. Am Dienstag erklärte Büsselmann, er werde die bisher für den 6. April angekündigte Mitgliederversammlung absagen und neu ansetzen.

Im Vorfeld hatte Hajo Woel­ke, Leiter der Volleyballabteilung der TSG und Rechnungsprüfer, eine einstweilige Verfügung beim Amtsgericht Oldenburg erwirkt. Deren Inhalt: Dem Vorsitzenden Jens Büsselmann wurde aufgegeben, den Tagesordnungspunkt „Abwahl des 1. Vorsitzenden und Neuwahl eines 1. Vorsitzenden und etwaige damit zusammenhängende Ergänzungswahlen“ auf die Tagesordnung der Mitgliederversammlung zu nehmen.

Diesen Tagesordnungspunkt hatte der erweiterte Vorstand des Vereins nach NWZ -Informationen in einer Sitzung am 16. März mit ab­soluter Mehrheit verlangt. Der Vorstand um Jens Büsselmann hatte es aber abgelehnt, die Tagesordnung entsprechend zu ergänzen.

Nahezu zeitgleich zur einstweiligen Verfügung monierte der zurückgetretene Sportwart Jürgen Lakeberg über seinen Anwalt, die Einladung zur Mitgliederversammlung am 6. April sei zu spät veröffentlicht worden, die Versammlung könne deshalb keine Beschlüsse fassen.

Diese Auffassung vertraten in einem Schreiben an alle Vorstandsmitglieder auch die Rechnungsprüfer Volker Kasig, Hajo Woelke, Gerhard Menke und Wilfried Knieling. Sie fordern in diesem Schreiben ebenfalls einen neuen Termin für die Mitgliederversammlung und die Aufnahme des in der einstweiligen Verfügung angemahnten Tagesordnungspunktes. Nach NWZ -Informationen sind die Rechnungsprüfer bei ihrer Tätigkeit auf Unregelmäßigkeiten gestoßen.

Wie Jens Büsselmann am Dienstag gegenüber der NWZ  erklärte, habe eine anwaltliche Beratung ergeben, dass die Einladung zur Mitgliederversammlung tatsächlich zu spät veröffentlicht worden sei. Zwar sei im vergangenen Jahr die gleiche Frist gewählt worden, angesichts der Streitigkeiten im Verein wolle er aber ganz sicher gehen. Deswegen werde er die Mitgliederversammlung absagen und gemeinsam mit dem Vorstand und dem erweiterten Vorstand einen neuen Termin nach den Osterferien finden.

Die Tagesordnung solle im Konsens mit dem erweiterten Vorstand beschlossen werden, auch wenn er die Meinung aufrecht erhalte, dass es Sache des engeren Vorstandes sei, die Tagesordnung zu bestimmen. „Wenn der erweiterte Vorstand diesen Punkt auf der Tagesordnung haben will, dann wird er drauf stehen“, erklärte Büsselmann zum Thema „Abwahl des 1. Vorsitzenden“.

Auf die Frage, ob er anstrebe, weiterhin Vorsitzender der TSG Hatten-Sandkrug zu bleiben, erklärte Büsselmann, im Moment sei er es noch. Zukünftige Entwicklungen hingen auch von den Entscheidungen des Vorstands und des erweiterten Vorstands ab.

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Mit den Rücktritten von Sportwart Jürgen Lakeberg, Jugendwartin Stefanie Nowak und Pressewart Peter Biel wurde der Streit an der TSG-Spitze öffentlich. Sie begründeten ihre Entscheidungen am 21. Dezember 2010 gemeinsam und öffentlich mit ständigen Alleingängen des Vorsitzenden Jens Büsselmann. Dieser erklärte daraufhin, er habe grundsätzlich satzungsgemäß und nicht eigenmächtig gehandelt.

Dieter Mimkes, stellvertretender Vorsitzender, erklärte seinen Rücktritt im Februar 2011 und begründete ihn ebenfalls damit, dass Büsselmann den Vorstand nicht an Entscheidungen beteilige. Gleichzeitig erklärte Jürgen Lakeberg, er sei bereit, im Falle von Neuwahlen die Vereinsführung zu übernehmen.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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