Hude Konsens statt Krach beim Krisengespräch: „Wir sind mit dem Ziel auseinandergegangen, dass das Bürgerfest in 2014 auf jeden Fall stattfindet“ – dieses Fazit zieht Fachbereichsleiter Uwe Schubert nach dem Gespräch, das die Gemeindeverwaltung am Montagabend mit dem Gewerbe- und Verkehrsverein (GuV) über die Zukunft der Großveranstaltung geführt hat. Als Termin hat Schubert bereits den 6. und 7. September im Visier. „Alle wollen das Bürgerfest erhalten“, nickt Bürgermeister Axel Jahnz. „Wir bringen uns weiter ein, um an einer Lösung zu arbeiten“, verspricht Andreas Otte, 1. Vorsitzender des Gewerbe- und Verkehrsvereins. Neben Otte saßen auch der 3. Vorsitzende des GuV, Kay Niggemann, sowie Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf und der stellvertretende Leiter der Polizeistation, Jürgen Baltrock, mit am Tisch.

Der Gewerbe- und Verkehrsverein hatte die Diskussion Ende September mit seiner – in einer Mitgliederversammlung abgesegneten – Ankündigung ausgelöst, künftig nicht mehr als Ausrichter zur Verfügung zu stehen.

Der Unmut des Vereins konzentriert sich darauf, dass der Bereich zwischen Königstraße und Lindenstraße nicht mehr zur Veranstaltungsmeile gehört. Die Gemeindeverwaltung begründet den Zuschnitt damit, dass die Zu- und Abfahrten für Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei frei gehalten werden müssen.

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Beim Gespräch, das nach Auskunft aller Beteiligten in konstruktiver Atmosphäre stattgefunden hat, äußerten beide Seiten Verständnis für die jeweiligen Argumente. „Dass die Rettungswege nicht gefährdet werden, hat Priorität“, stimmte Otte zu. Man habe Alternativen in der Verkehrsführung besprochen, die nun geprüft werden sollen. „Die Wünsche desjenigen, der die Zeche zahlt, sollten erfüllt werden“, findet der GuV-Vorsitzende. Ein wichtiger Wunsch sei eine stärkere Einbindung der Mitgliedsbetriebe an der Parkstraße, die zuletzt außerhalb der erst ab Königstraße beginnenden Festmeile lagen.

Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass das Bürgerfest 2013 nicht als Maßstab für eine Beurteilung taugt: „Wegen des schlechten Wetters herrschte am Sonntag nicht so großer Andrang wie sonst“, meint Schubert. „Wenn der Bär los ist, brauchen wir jeden Parkplatz.“ Verlaufe der Festbereich auf der Ortsdurchfahrt zwischen Königstraße und Blumenstraße, ließen sich die Parkplätze der Supermärkte und des Rathauses mitnutzen.

„Noch ist alles offen“, betont Otte. Mitte Januar will man sich wieder zusammensetzen, um Nägel mit Köpfen zu machen. Bis dahin sollen „ein paar Optionen geprüft und auch das Know-how von Peter Burgdorf als Festwirt und Partyveranstalter einbezogen werden“, kündigt Schubert an. Der GuV will zu dem Ergebnis dann im Februar die Meinung seiner Mitglieder in einer Versammlung einholen. Bürgermeister Jahnz hofft auf einen Kompromiss, verhehlt aber nicht, dass er auch einen „Plan B“ in der Tasche hat.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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