Bookholzberg /Hude Der Neubau für das Technische Hilfswerk in Bookholzberg, auf den die Helfer und Mitglieder schon so viele Jahre warteten, werde auf jeden Fall früher fertig werden „als ein gewisser Flughafen in Berlin“ – das hatte die THW-Landesbeauftragte Sabine Lackner im April beim symbolischen „ersten Spatenstich“ für das Zwei-Millionen-Euro-Projekt angekündigt. Möglicherweise hat sie sich mit dieser Prognose ein bisschen weit aus dem Fenster gelehnt. Denn seit Monaten passiert nichts mehr auf der Baustelle.

„Das ist eine sehr schwierige Situation für uns“, sagt Arne Wiechmann, Pressesprecher des THW-Ortsverbandes Hude-Bookholzberg. Denn als der Teilabriss der alten Fahrzeughalle begann, die dem modernen Stützpunktgebäude weichen muss, sind die Helfer mit ihren Fahrzeugen in eine angemietete Halle im Bookhorner Gewerbegebiet umgezogen. Viele Aktivitäten, etwa die Treffen der Jugendgruppe, finden aber noch in den alten Räumen in Bookholzberg statt. Der Ortsverband sei dadurch zweigeteilt, „die kameradschaftliche Zusammenarbeit ist auf diese Weise schwerer zu realisieren“, meint Wiechmann.

„Einen Zeitraum von zwei Jahren hätten wir ganz gut überbrückt“, ergänzt der THW-Sprecher. Geplant war, dass die Bauarbeiten, die Anfang dieses Jahres begonnen haben, bis Ende 2019 abgeschlossen werden und der Ortsverband dann in Bookholzberg sein komplett neues Domizil bezieht. Nun geht der Bauherr, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, von einer Fertigstellung im ersten Quartal 2021 aus – allerdings nur, wenn es Anfang 2019 weitergeht auf der Baustelle an der Harmenhauser Straße.

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Woran es hakt, lässt sich die Bundesanstalt nicht so recht entlocken: „Aufgrund eines langwierigen Abstimmungsprozesses im öffentlich-rechtlichen Genehmigungsverfahren, das unter Beteiligung verschiedener Behörden erfolgte, musste der Baubeginn verschoben werden“, erklärt Klaus Wieting vom staatlichen Baumanagement Ems-Weser ein wenig verschwurbelt die Verzögerung. Heinrich Cremering von der THW-Regionalstelle Bremen konnte auf Nachfrage der NWZ immerhin vermelden, dass die Unklarheiten nunmehr beseitigt seien: „Die Genehmigung ist da, Anfang des nächsten Jahres geht es weiter – wenn das Wetter es zulässt.“

Die Geduld des Ortsverbandes Hude-Bookholzberg wird ohnehin schon lange auf die Probe gestellt: Vor mehr als acht Jahren hatte er den Neubau beantragt. Die Gebäude und Möglichkeiten an der Harmenhauser Straße entsprechen längst nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Hilfsdienst. Für Arne Wiechmann geht es auch um die Außenwirkung: „Mit einem neuen Gebäude lässt sich natürlich besser um neue Mitglieder werben.“ Er hofft nun, dass es endlich weitergeht und der Einzugstermin Anfang 2021 eingehalten werden kann.

Der Berliner Flughafen soll übrigens im Oktober 2020 eröffnet werden. Aber darauf würde auch niemand mehr wetten...

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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