Bookholzberg Das jetzige Feuerwehrhaus in Bookholzberg soll nicht mehr weiter genutzt werden. Dafür hat sich der Ausschuss für Gemeindeentwicklung am Donnerstagabend ausgesprochen. Das Ergebnis war knapp: Am Ende stand es sieben zu sechs Stimmen.

Das Grundstück an der St.-Florian-Straße soll zu gegebener Zeit für sozialen Wohnungsbau genutzt werden, dafür sprachen sich in einer zweiten Abstimmung alle aus. Die SPD-Fraktion hatte den Erhalt des Gebäudes gefordert und vorgeschlagen, dass Vereine die Räume nutzen könnten. Vier Vereine äußerten Interesse.

Am Donnerstag meldete die SPD dann plötzlich Beratungsbedarf an. Sie würden vorher gerne wissen, welche Investitionen im alten Feuerwehrhaus nötig seien und welche Kosten auf die Vereine zukommen würden, sagte Heinz-Peter Häger. Auch Michael Sorg (Grüne) war für eine Vertagung und forderte konkrete Zahlen.

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Cindy Klüner (CDU) betonte, dass schon damals, als der Beschluss für das neue Feuerwehrhaus gefallen sei, klar gewesen sei, dass die Investition mit Wohnbebauung am alten Standort refinanziert werden müsse. Dem schloss sich FDP-Ratsfrau Marion Daniel an. Sie sehe keinen akuten Bedarf der Vereine. Und falls doch, könnte möglicherweise auch das neu geplante Dokumentationszentrum bei der Freilichtbühne genutzt werden.

Arnold Hansen (Freie Wähler) sagte, dass alle Vereine gleich behandelt werden müssten. Die Gemeinde könne nicht einfach den Bookholzbergern ein solches Domizil zur Verfügung stellen und Vereinen in anderen Teilen der Gemeinde nicht. Und er bezweifelte, dass die Vereine eine Sanierung bezahlen könnten.

Thorsten Busch (UWG) plädierte dafür, mit der Abstimmung zu warten, um einen Investor zu finden, der das Gebäude erhält. Die Fläche dahinter könne laut Busch ja dennoch für Wohnbebauung genutzt werden.

Diese Idee unterstützte Doris Josquin (SPD). Zudem berichtete sie, dass es in der Oberschule an der Ellerbäke, die viele Bookholzberger Vereine nutzen, zu eng sei.

Verwaltungsmitarbeiter Michael Kleinert jedoch betonte, dass es sich nicht um Platz-, sondern organisatorische Probleme handele, die zu lösen seien. Das alte Feuerwehrhaus habe einen hohen Sanierungsbedarf. Er gab auch zu bedenken, dass es sich vorwiegend um Fahrzeughallen handle, die ohne bauliche Maßnahmen von den anderen Vereinen nicht wirklich sinnvoll genutzt werden könnten.

Mehrheitlich einig waren sich die Ausschussmitglieder hingegen darüber, den Bebauungsplan „An der Bahn, Huntestraße, westlich Wellenhofsweg“ in Bookholzberg öffentlich auszulegen. Hier soll das neue Feuerwehrhaus entstehen. Lediglich Thorsten Busch sprach sich dagegen aus. Der UWG-Ratsherr beklagte unter anderem Lärm- und Staubemissionen des Recyclingbetriebes Nehlsen. Fachbereichsleiter Peter Meyer betonte, dass Nehlsen eine immissionsrechtliche Genehmigung habe und der Bebauungsplan daran nichts ändern könne, aber für die weitere Entwicklung Grenzen setze.

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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