GROßENKNETEN Mitunter sagen kleine Zeichen mehr als große Worte. Vor zehn Jahren hatte es auch aus dem direkten Umfeld des Biohofes Bakenhus viele kritische Stimmen gegeben, ob dieses Projekt des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) wohl sinnvoll sei. Die Skepsis ist verklungen. „Heute ist es ein gutes, entspanntes Verhältnis“, sagte OOWV-Moderatorin Gabriele Wollstein bei der Festveranstaltung am Sonnabend im Zelt auf dem Biohof und nannte ein Beispiel: Die Nachbarn hatten zum „Jubiläum“ einen Kranz gebracht und aufgehängt. Ebenso waren sie beim Festakt mit Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen und OOWV-Verbandsvorsteher Karl-Heinz Funke zugegen (siehe auch Regionalseite 21).

Einzig das Wetter machte dem OOWV bei der Großveranstaltung zum Tag des Wassers mit Ostermarkt und vielen Attraktionen (von der Oldtimerschau bis zu Kinderspielen) einen Strich durch die Rechnung. Dr. Johannes große Beilage, Leiter des Biohofs, zeigte sich dennoch „eigentlich glücklich. Es hätte noch schlimmer kommen können“, verwies auf die beiden Tage zuvor, wo das Wetter noch schlechter gewesen war. So fiel der Zuspruch angesichts des Wintereinbruchs immer noch recht ordentlich aus: „Für die Witterung sind viele Gäste da“, freute er sich.

Verbandsvorsteher Funke betonte, dass es richtig gewesen sei, den Hof gekauft und die Öffentlichkeitsarbeit und den ökologischen Landbau intensiviert zu haben. Wer mit denen spreche, die den Lehrpfad beim Biohof besucht hätten, merke, wie viel sie gelernt hätten. „Das ist ein wichtiger Baustein“, sagte Funke, um für Grundwasserschutz und ökologischen Landbau zu sensibilisieren. Er betonte, dass der OOWV immer für hochwertiges Trinkwasser zu anständigen Preisen eingetreten sei. „Wasser darf nicht zu teuer sein“, so Funke.

„Das hat etwas mit Trinkwasserschutz tun. Das hat sich in den Köpfen festgesetzt“, sagte große Beilage. Es sei inzwischen akzeptierte Tatsache, dass Biobauern auch finanziell erfolgreich wirtschaften könnten. „Ökolandbau ist kein Exot mehr, sondern Bestandteil der Landwirtschaft, wenn auch ein spezieller.“ Er lobte den „freundlichen, fairen und kompetenten Umgang“ zwischen Landwirtschaft und Wasserverband.

Minister Ehlen meinte, dass Landwirtschaft und Gewässerschutz sehr dicht beieinander lägen. Wie Funke plädierte er für einen Gewässerschutz auf möglichst freiwilliger Basis. Bakenhus bezeichnete er als vorbildlich.

Nitratgehalt deutlich gesunken

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Auf die Erfolge beim Trinkwasserschutz verwies Egon Harms vom OOWV. In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe der OOWV mehr als 2500 Hektar Land erworben. Gemeinsam mit den Landwirten seien beachtliche Erfolge erzielt worden. In mehreren Wassereinzugsgebieten sank der Nitratgehalt im Grundwasser um mehr als 50 Prozent. Die Öffentlichkeitsarbeit, so der Biohof, bringe insbesondere dem Nachwuchs die Themen sauberes Grundwasser und nachhaltige Bodennutzung näher.

Infos unter www.oowv.de; www.bakenhus.de

Ulrich Suttka Kanalmanagement / Redakteur
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.