[VORSPANN] WARDENBURG/EB/KAB - Nach einer Bauzeit von nur drei Monaten ist die Biogasanlage „Grüner Weg“ in Wardenburg-Astrup in den Probebetrieb gegangen. „Probe“ deshalb, weil in den nächsten Wochen noch eine letzte TÜV-Abnahme erfolgen muss, erklärt Jens Haake, der das Projekt für die Firma Schelling Nutzfahrzeuge leitet. Praktisch ist die Anlage bereits im regulären Betrieb.

Bauherren und Betreiber sind die Wardenburger Landwirte Dirk Barelmann und Marco Meyer. In der Anlage wird aus der Vergärung von nachwachsenden Rohstoffen zunächst Biogas für einen Verbrennungsmotor erzeugt, der anschließend einen Generator antreibt, der vor Ort Strom erzeugt und diesen in das Netz des Energieversorgers EWE einspeist. Die auf 500 Kilowatt (kW) ausgelegte Anlage wird mit Mais und Grassilage aus überwiegend eigenem Anbau betrieben. Die beiden landwirtschaftlichen Betriebe verfügen zusammen über eine Anbaufläche von zirka 500 Hektar, wovon etwa 300 Hektar für die neue Anlage benötigt werden. Das Investitionsvolumen beträgt 1,6 Millionen Euro.

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Der Nutzung regenerativer Energien hat sich als Partner der Biogasanlage die Firma Schelling Nutzfahrzeuge aus dem benachbarten Gewerbegebiet Astrup angeschlossen. Die Unimog-Generalvertretung der Daimler-Chrysler AG wird hier ihre Betriebsgebäude zukünftig mit der anfallenden Prozesswärme heizen. Dazu wird eine 800 Meter lange Leitung unter der Oldenburger Straße hindurch verlegt, die 95 Grad Celsius heißes Wasser zum Grundstück der Firma ins Gewerbegebiet transportiert. 100 Meter sind bereits verlegt. Den übrige Teil, für den einen Meter tiefe Horizontalbohrungen erfolgen müssen, soll im Frühjahr nach der Frostperiode nachgezogen werden.

„Durch die Energiekooperation kann überschüssige Wärme einer sinnvollen Nachnutzung zugeführt werden“, sagt Jens Haake. Mit dieser Investition wolle die Firma Schelling langfristig ihre eigenen Energiekosten senken und den jetzigen Standort stärken. Eine offizielle Einweihung der Biogasanlage soll mit einem „Tag der offenen Tür“ im Frühjahr 2007 erfolgen. Der Startschuss für die Fernwärme soll zur nächsten Heizperiode 2007/2008 fallen.

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