RHADE Landwirt Heiko Frerichs aus Rhade erklärte den FDP-Mitgliedern aus Dötlingen seine Biogasanlage. Diese wird mit Maissillage und Gülle betrieben.

Von Carsten Bickschlag RHADE - Sichtlich beeindruckt waren Mitglieder des FDP-Ortsverbandes Dötlingen, als sie gestern auf dem Hof von Landwirt Heiko Frerichs in Rhade eine Biogasanlage besichtigten. „Die Landwirtschaft ist ein Aushängeschild der Gemeinde“, sagte die FDP-Vorsitzende Anke Luthardt. Daher habe man ein erhöhtes Interesse an landwirtschaftlichen Betrieben. Da immer häufiger Bauanträge für Biogasanlagen gestellt würden, wolle man sich ausführlich über diesen Energielieferanten informieren.

Die Anlage von Frerichs hat eine Leistung von maximal 500 Kilowatt. Zwei Behälter – so genannte Fermenter – stehen dafür bereit. Die Produktion von Strom und Wärme erfolgt über die Vergärung von Mais und Gülle. „Pro Tag muss einer der Behälter mit 20 Tonnen Maissillage und drei Kubikmetern Gülle befüllt werden“, erklärte Frerichs seinen Gästen. Diese Mischung setze einen Gärprozess in Gang, der Methangas freisetzt. In den zweiten Behälter wird überschüssige Gülle des ersten Fermenters gepumpt. Dort wird ebenfalls Gas produziert. Beide Fermenter haben ein Fassungsvermögen von jeweils 300 Kubikmetern. Das vergorene organische Material kann als Dünger wiederverwertet werden.

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Das Methan wird über eine Leitung zu zwei Motoren befördert, die durch dieses Gas – gemischt mit Luft – angetrieben werden. Diese Motoren wiederum treiben einen stromproduzierenden Generator an. „Die Anlage läuft das ganze Jahr über durch“, sagte Heiko Frerichs. Der Strom werde von der EWE abgenommen und mit 16 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Wird die Abwärme, die durch die Stromerzeugung entsteht, auch genutzt, kämen noch einmal etwa zwei Cent hinzu. Diese Möglichkeit nutzt der Landwirt auch aus. Er heizt mit der Abwärme zwei Wohnhäuser und die Schweineställe. In Bau befindet sich gerade eine Einrichtung zur Holztrocknung.

Die Biogasanlage von Frerichs ist seit November 2005 in Betrieb. Er hat dafür 1,2 Millionen Euro investiert – als zweites Standbein. Energisch tritt Heiko Frerichs dem scheinbar schlechten Image von Biogasanlagen entgegen. „Die Anlage stinkt nicht und macht auch keinen Lärm.“ Davon überzeugten sich auch die FDP-Mitglieder.

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