GANDERKESEE „IGEL“-Mitglieder stellten Fragen zur Gemeindeentwicklung. Eine Diskussion gab es nicht.

Von markus minten GANDERKESEE - Farbe bekennen hieß es am Dienstagabend für die Bewerber um das Bürgermeisteramt, Alice Gerken-Klaas und Rainer Lange. Fast drei Stunden stellten sich die Kandidatin von CDU und FDP sowie der der SPD den Fragen der „Initiative Ganderkeseer für Entwicklung mit Lebensqualität“ zu Themen der Infrastruktur im Ort Ganderkesee. Nachfolgend Standpunkte der beiden Kandidaten in Auszügen.

• Ortsentwicklung

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Gerken-Klaas: Dörflicher Charakter und verdichtete Bebauung schließen sich nicht aus. Ich möchte den Ortskern weiterentwickeln. Eine verdichtende Bebauung ist in Teilbereichen sinnvoll. Zugleich müssen wir aber auf die Grünzonen und aufgelockerte Bebauung achten.

Lange: Es wäre schön, wenn es gelänge, die Rathausstraße dahin zu entwickeln, dass sich der Einzelhandel da konzentriert. An der Wolfsheide verbietet sich jede Bebauung. Für mich ist eine Innenentwicklung vorrangig vor einer weiteren Außenentwicklung.

• Verkehrsführung Ortskern Lange: Wir müssen für schwächere Verkehrsteilnehmer eine Menge tun (Adelheider Straße, Neddenhüsen, Habbrügger Weg). Tempo-30-Zonen nur dort, wo es aus Sicherheitsgründen notwendig ist. In der Rathausstraße sehe ich keine Gefährdung der Radfahrer, wenn Autofahrer die Geschwindigkeit einhalten. Ich wüsste nicht, wie wir mit vertretbaren Mitteln Schwachstellen beheben könnten.

Gerken-Klaas: Den Autoverkehr in der Rathausstraße möchte ich mit Anwohnern diskutieren. Ich scheue mich nicht, das Thema Rathausstraße wieder aufzunehmen. (zu Lange:) Ich bin nicht bereit, Schwachstellen zu akzeptieren. Wir müssen über weitere Parkplätze nachdenken. Betriebe halten sich nur dort, wo Parkplätze sind. Wir brauchen ein Verkehrskonzept für den gesamten Ort.

• Südtangente

Gerken-Klaas: Wir müssen alle Daten und Fakten zusammentragen und dann zwischen Ökologie und Wirtschaft abwägen. Ich kann im Augenblick die Notwendigkeit nicht sehen.

Lange (zu Gerken-Klaas): Man sollte seine Meinung nicht dem Publikum anpassen. Für mich fehlen die Daten und Fakten, die mich bewegen könnten, zu sagen, wir brauchen unbedingt die Südtangente. Was mir fehlt, sind Zahlen zum LKW-Aufkommen zur A 1. Dazu brauchen wir eine erneute Verkehrserhebung. Ich möchte einen Abwägungsprozess initiieren.

• Gewerbegebiete

Lange: Wir sind froh, Gewerbeflächen wie an der Westtangente vorhalten zu können. Wenn wir Gewerbegebiete weiterentwickeln, dann in Autobahnnähe, um eine verkehrliche Diskussion im Keim zu ersticken. Wir müssen näher an die A 28 heran, möglichst in interkommunaler Zusammenarbeit mit Delmenhorst.

Gerken-Klaas: Ich habe eine positive Einstellung zu Gewerbebetrieben und möchte sie unterstützen. Wir dürfen Gewerbegebiete, auch interkommunale, nicht verteufeln. Derzeit gibt es aber keinen großen Run auf solche Flächen.

• Landebahnverlängerung

Gerken-Klaas: Ich stehe positiv zum Verkehrslandeplatz, nach wie vor. Die Betriebe am Flugplatz sind für Ganderkesee wichtig. Er ist ein Markenzeichen. Zudem geniest er Bestandsschutz. Eine Verlängerung dient der Erfüllung rechtlicher Pflichten, nicht mehr und nicht weniger. Ich kann die Ängste der Anwohner verstehen und nehme sie ernst. Die Zeit des Moderierens ist aber vorbei. Es gilt jetzt, eine Entscheidung zu treffen. Und die obliegt nicht der Gemeinde. Ich fürchte, die Initiative wird den Rechtsweg beschreiten müssen.

Lange: Für mich fängt die Zeit des Moderierens erst an. Wir dürfen die qualifizierten Arbeitsplätze nicht verlieren. So wie sich der Flugplatz darstellt, kann ich gut damit leben. Und wenn es das ein oder andere Flugzeug mehr wird, ist das auch okay. Ich wünsche mir, dass die Entscheidung in einer Planfeststellung fällt. Wenn es nur darum geht, dass die Landebahn den EU-Sicherheitsbedingungen angepasst wird, müssen wir uns keine Gedanken machen, und dann muss Herr Sauer keine Angst vor einem Planfeststellungsverfahren haben.

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