STEINKIMMEN Die Einweihungsfeier fing zweimal an. Nach dem Bau des Hauses soll der Vorplatz gestaltet werden.

Von Karsten Kolloge STEINKIMMEN - Wo blieb nur der Bürgermeister? Gerold Cordes, Vorsitzender des Ortsvereins Steinkimmen, schaute am frühen Sonnabendnachmittag mehr als einmal auf die Uhr. Längst waren die 65 Stühle im neuen Dorfhaus besetzt, denn für 14 Uhr war die Einweihung des Gebäudes angesetzt. Cordes entschied schließlich, loszulegen. Doch kaum hatte er die ersten Sätze gesprochen, da humpelte Gerold Sprung herein, der sich wegen eines Fußbruchs verspätet hatte. Cordes reagierte sofort: „Dann fangen wir gleich noch einmal von vorne an.“

Dass diese Einweihung jemals gefeiert werden könnte, damit hatten Pessimisten kaum mehr gerechnet. Denn der Weg bis zur Fertigstellung, so berichtete Eckhard Rohde, Sprecher des Arbeitskreises Dorferneuerung, war beschwerlich. Seit 2001 hatte der Arbeitskreis etliche Male getagt, dicke Bretter waren zu bohren. Rohde verschmitzt: „Das geht so wie bei der UN. Da haben viele Leute ein Vetorecht.“

Als der erforderliche Dorferneuerungsplan 2003 fertig war, kam Frust auf: Die Gemeinde hatte kein Geld zur Mitfinanzierung. Erst im Jahr 2005 wurde das anders.

Was dann aber letztlich ab August 2005 auf dem gemeindeeigenen Platz vis-à-vis vom Hof der Familie Bleckwehl entstand, erfüllte Gerold Cordes und Eckhard Rohde mit Stolz. Durch den hohen Anteil an freiwilliger Eigenleistung von Einwohnern aus Steinkimmen sei ein Wert geschaffen worden, der wohl viermal so hoch sei wie die ausgegebene Summe (knapp 60 000 Euro), schätzte Rohde. Auf der Baustelle sei jeden Sonnabend Betrieb gewesen, berichtete Cordes.

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Seine Anerkennung zollte auch der Bürgermeister. „Hut ab vor der tollen Gemeinschaftsleistung!“ Die Dorferneuerung, so sagte Sprung, sei zurzeit wohl die einzige Chance, die Infrastruktur in den Dörfern zu ergänzen. Das Dorfhaus könne auch Ansporn sein für andere Dorfgemeinschaften.

Pastor Reinhard Arndt bat schließlich bei einer kurzen Andacht zum Innehalten. Danach schloss sich der gemütliche Teil an: In manch einer Familie war gebacken worden, um das Sortiment der Kuchen und Torten noch ein wenig zu vergrößern.

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