Wildeshausen Für Gerd Hartmann stand viel auf dem Spiel. Sollte er den teuren Schritt zum Qualitätsmanagement wagen und seinen Maschinen- und Metallbaubetrieb nach ISO 9000 zertifizieren lassen oder einfach so wie bisher weiter machen? „Ich bin froh, dass ich mich damals an die Innovationsberater gewendet habe, denn die haben mich sehr zeitnah beraten und mir Mut gemacht“, erinnert sich der Wardenburger Unternehmer. Mut gemacht haben die Berater ihm auch, als es darum ging, sich – mit dem Qualitätsmanagement im Rücken – für den Bau der Treppen und Podeste in der neuen Basketballarena des FC Bayern München zu bewerben. Mit Erfolg: Die Hartmann GmbH bekam den Zuschlag und bewies sich in Bayern.

Bewährte Beratung

Seit zehn Jahren arbeitet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg (WLO) bei der Beratung ihrer Firmen mit der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Handwerkskammer Oldenburg (HWK) zusammen. „Diese Kooperation hat sich sehr bewährt“, lobt WLO–Geschäftsführer Hans-Werner Aschoff. Neben Aschoff und Andreas Willamowski von der WLO zählten bisher Dr. Karin Brodisch (IHK) und Dieter Mester (HWK) zum Team.

Pro Jahr habe man konstant 30 bis 40 Innovationsberatungen zu verzeichnen, so Aschoff, der den Begriff „Innovation“ keineswegs zu hochschwellig angesetzt haben möchte. In den Zuständigkeitsbereich falle vielmehr neben der Weltneuheit gerade auch die Neuheit für das jeweilige Unternehmen. Im Beratungsgespräch wird laut Aschoff nach Möglichkeiten gesucht, die neuen Ideen der Unternehmer in die Realität umzusetzen. „Anschließend wird geprüft, ob sich die Zusammenarbeit mit Hochschulen anbietet, Kooperationen mit anderen Unternehmen sinnvoll sind oder öffentliche Förderprogramme greifen“, so Aschoff weiter.

„Wir zielen gerade auch auf kleine und mittlere Unternehmen, denn da steckt das Innovationspotenzial unserer Wirtschaft, und dieser Schatz ist höchstens zur Hälfte gehoben“, ergänzt Dr. Brodisch.

Anfänge in Krise

Dieter Mester kann sich noch gut an die Anfänge der Innovationsberatung zu Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise vor 30 Jahren erinnern. Seitdem habe sich vieles geändert, da heute insbesondere durch die Europäisierung ganz andere Anforderungen an die Unternehmen gestellt würden und viele Richtlinien zu beachten seien.

„Grundsätzlich sind wir für alle Fragen offen und sehr gut miteinander vernetzt“, betont Mester. Aus Altersgründen gibt er sein Amt nun an Dr. Henning Müller ab.

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Der gelernte Landwirt und studierte Physiker Müller sieht in seiner neuen Tätigkeit als Innovationsberater eine optimale Möglichkeit, um an seine bisherigen Erfahrungen anzuknüpfen. Seit 2007 war der 33-Jährige beim Niedersächsischen Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft im Bereich Transfer zuständig.

Gerd Hartmann kann jedenfalls allen Unternehmern nur raten, das kostenlose Angebot der Innovationsberatung zu nutzen. Als nächstes möchte er das Thema Marketing angehen. „Das wäre doch ein tolles Thema für eine Bachelorarbeit“, schlägt Dr. Brodisch vor. Es bleibt also viel zu tun.

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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