Benthullen Denkbar knapp scheiterten die Befürworter eines Landschaftsschutzgebietes östlich des Dortmunder Weges in Benthullen in der November-Sitzung des Umweltausschusses. Zu große Einschränkungen befürchteten Landeigentümer und Landwirte durch einen solchen Schritt.

Umdenken erwirken

Drei Naturschützer aus Benthullen, die seit Jahren für den Schutz dieser besonderen Moorlandschaft kämpfen, wollen jedoch die Hoffnung nicht aufgeben, dass innerhalb von Rat und Verwaltung doch noch ein Umdenken bewirkt werden kann. Bruno Barsties, Heinz Behrens und Heiner Wempe, die nach eigener Aussage für viele besorgte Bürger sprechen, fühlen sich verpflichtet, noch einmal auf die Bedeutung von Mooren für den Klimaschutz im Allgemeinen und die Schutzwürdigkeit des Hochmoores östlich des Dortmunder Weges im Besonderen hinzuweisen.

Dass dieses Gebiet den gesetzlichen Erfordernissen eines Landschaftsschutzgebietes genügen würde, hatte bereits das Planungsbüro Diekmann & Mosebach aus Rastede erkannt und im Landschaftsplan der Gemeinde Wardenburg festgehalten. Barsties, Behrens und Wempe zeigen sich enttäuscht, dass die Verwaltung zunächst eine positive Beschlussempfehlung für eine Unterschutzstellung formuliert habe und zwei Tage vor der Fachausschusssitzung „eingeknickt“ und der Argumentation von rund 60 Gegnern eines Landschaftsschutzgebietes, die zwei Tage vorher eine Unterschriftenliste eingereicht hatten, gefolgt sei.

Sorgenvolle Entwicklung

Mit Sorge beobachten die Naturschützer, die nahe des Gebietes östlich des Benthullener Moores wohnen, dass sich dort das Landschaftsbild und die Tierwelt „in rasanter Geschwindigkeit drastisch verändert wie zuvor lange nicht“.

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„Selbst wenn man unterstellt, dass nach eigenen Aussagen von Landwirten 90 Prozent vernünftig sind und eine ordnungsgemäße Landwirtschaft betreiben, was auch anerkannt wird, reicht dies nicht, um das Gebiet wirksam vor Zerstörung zu schützen, was die jüngsten Kuhlungsfälle um Ostern 2017 gezeigt haben“, sind Barsties, Behrens und Wempe überzeugt.

Sie wollen dennoch eines klar stellen: „Es geht nicht darum, die ordnungsgemäße Landwirtschaft einzuschränken, die ohnehin in einem Landschaftsschutzgebiet gewährleistet ist.“ Es gehe um die Erhaltung des Moores, das für den Klimaschutz und damit für alle Menschen so wichtig sei. Es könne nicht angehen, dass rein private Interessen über die des Gemeinwohls gestellt würden.

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