Ahlhorn Es sind beeindruckende Zahlen, die FDP-Ratsherr Hermann Wilke bei seiner Umfrage bei den ansässigen Unternehmen recherchiert hat. Täglich passieren rund 600 Lastwagen die Lether Gewerbestraße in Ahlhorn. Dazu kommen 2000 Pkw. Rund 3900 Menschen nutzen sie täglich. An der Straße liegen viele Betriebe, darunter die Putenschlachterei Heidemark.

Doch die Straße, vor 25 Jahren gebaut, ist für diese Belastung kaum geeignet. Ihr Zustand gilt als schlecht, die Verkehrssicherheit ist bisher ein Problem. An der Einmündung zur G 213 hat es schon schwere Unfälle, teils mit Todesfolge, gegeben.

Im Oktober 2015 brachten die Liberalen nach der Umfrage von Wilke bei den Firmen den Antrag ein, die Situation grundlegend zu verbessern. 20 000 Euro an Planungskosten kamen dafür in den Etat 2016. Jetzt stellte die Verwaltung im Infrastrukturausschuss das Ergebnis vor. Ausbau und Sanierung der Lether Gewerbestraße stießen auf einmütige Zustimmung. Alle Ausschussmitglieder sahen dafür den Bedarf, das Vorhaben wird rund 855 000 Euro kosten.

Planer Gunnar Hirsch ließ an der Notwendigkeit der Maßnahme keinen Zweifel, auch wenn vor drei Jahren schon mal im Eingangsbereich gearbeitet worden war. Die gerade verlaufende Stichstraße sei in einem „bedauernswerten Zustand“, meinte der Ingenieur. Für den Verkehr sei sie zu schmal, für Fußgänger fehlen teilweise die Wege, auch die Beleuchtung weist Defizite aus.

Die Planung sieht nun die Beseitigung der Missstände vor. Auch die Firmen vor Ort drängen darauf, wie die Verwaltung berichtete. Sie seien dafür bereit, auf die längs angeordneten Parkflächen zu verzichten.

Dadurch wird es möglich, die Fahrbahn künftig auf sieben Meter zu verbreitern, so Hirsch. Der Einmündungstrichter in die G 213 soll aufgeweitet werden, um so sicherer gestaltet zu werden. Zudem ist eine zusätzliche Straßenbeleuchtung an dieser Stelle vorgesehen, die auch von vielen Fußgänger und Radfahrern genutzt wird. Direkt von der G 213 aus soll künftig ein Fußweg zum Betriebsgelände Heidemark und weiter verlaufen. Schließlich sind die Verlängerung der Lether Gewerbestraße bis zur Kläranlage und die Anlage eines neuen Wendeplatzes geplant.

Einziges Problem: Für die rund sechswöchigen Arbeiten in 2017, die in zwei Abschnitten aufgeteilt werden können, müssen provisorisch andere Zufahrten zur G 213 angelegt werden, damit die Firmen weiter an- und abfahren können. Die entsprechenden Lösungen sollen mit den Firmen besprochen werden.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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