HABBRüGGE HABBRÜGGE - Das Habbrügger Familienunternehmen „Forellen Abel“ steht vor der größten Investition seiner Geschichte. „Wir sind an Grenzen gestoßen, speziell zu den umsatzstarken Zeiten um Weihnachten und Ostern“, beschrieb Peter Abel, ab 1. Juli 2005 einer der drei Geschäftsführer, den Grund für den jetzt beabsichtigten Kraftakt. Rund 1,5 Millionen Euro werden investiert.

In den vergangenen Jahren war das Unternehmen immer mehr gewachsen. Das galt sowohl für den Lebendtransport von Fischen (zur weiteren Verarbeitung oder auch zu Angelteichen) als auch für den Bereich Verarbeitung. 1999 zum Beispiel habe man etwa 350 Tonnen Forelle, Saibling oder Karpfen geschlachtet, heute seien es rund 800 Tonnen im Jahr, berichtete Peter Abel. Mehrfach habe das Unternehmen den steigenden Mengen durch Umbauten Rechnung getragen. Jetzt habe man sich zu einem größeren Schritt entschlossen.

Durch diesen größeren Schritt sei es künftig möglich, etwa 1200 oder 1300 Tonnen Fisch zu verarbeiten. Parallel rechnet Peter Abel auch mit einer Steigerung der Transportmengen – von zurzeit 2000 auf dann 2500 Tonnen pro Jahr.

Auch in anderen Zahlen dürfte sich die Investition niederschlagen. Beim Umsatz (zurzeit 5 Millionen Euro) werden 7 Millionen Euro angestrebt. Und: Zusätzlich zu den 30 vorhandenen rechnet der Juniorchef auf Sicht mit sechs bis sieben neuen Arbeitsplätzen.

Und das ist geplant:

• In einem ersten Schritt soll möglichst ab Ende Juni/Anfang Juli auf einem derzeit unbebauten Teil des Betriebsgeländes eine 25 mal 30 Meter große Halle für 22 neue Fischbecken entstehen. Weitere zehn Becken werden in einem zurzeit als Lager genutzten Gebäude gebaut.

• In der ersten Hälfte 2006 werde das vorhandene Gebäude für Lebendfischhälterung und Verarbeitung abgerissen und durch einen Neubau gleicher Grundfläche ersetzt. Hierin wird künftig ausschließlich die Verarbeitung stattfinden.

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Geschäftsführer Kurt Abel wies darauf hin, dass in den neuen Becken auch Fische gehalten würden, die immer mehr Nachfrage finden – wie Saibling oder Große Lachsforelle. „Das Geschäft wird immer kurzfristiger“, schilderte er seine Beobachtungen. Die Becken würden es möglich machen, Kundenwünsche innerhalb kurzer Zeit zu erfüllen – auch dann, wenn andere Lieferanten einmal nicht liefern könnten.

Zu der jetzt geplanten Investition (die mit EU- und Landeszuschüssen von rund 300 000 Euro gefördert wird) zählt laut Kurt Abel auch eine neue Verpackungsmaschine. Sie entziehe der Verpackung den Sauerstoff und ersetze ihn durch ein ungiftiges Gas (zur Haltbarkeitsverlängerung). Mit dieser Maschine kann der Betrieb erstmals die Endverpackung selbst bewerkstelligen.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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