HARPSTEDT SPD-Ratsherr Klaus Budzin wurde unruhig: „Wir diskutieren hier über Dachneigungen. Wenn wir so weitermachen, kommen die Kinder erst 2014/2015 wieder ins Wasser.“ Doch zum Stocken kam die Planung für die Sanierung von Delmebad und Delmeturnhalle letztlich nicht: Bei einer Gegenstimme von Uwe Meyerdiercks (HBL) sprach sich der Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss der Samtgemeinde am Donnerstag für eine von drei vorgestellten Varianten für den neuen Dachaufbau aus; diese soll nach der Empfehlung für den Bauantrag und die Ausschreibung zugrunde gelegt werden. In der nächsten Woche befasst sich damit nun der Samtgemeindeausschuss.

Die befürwortete Variante II sieht ein Satteldach mit 18 Grad Dachneigung über der Turnhalle und eine vermischte Satteldach-Pultdachvariation mit 11 Grad Neigung über Schwimmhalle und Umkleidetrakt vor. Zum Schulhof hin liegt eine große, zusammenhängende Dachfläche. Eingedeckt würde mit Dachziegeln bzw. Dachbetonsteinen.

Als weitere Optionen stellte Ingenieur Günther Glüsenkamp vor: Entwurf I mit drei Dachebenen und symmetrischem Dach über Bad/Turnhalle und geneigtem Flachdach (2 Grad) über dem Umkleidetrakt; Entwurf III ähnelt dem, doch beträgt die Neigung des Pultdachs über dem Anbau 5 Grad. Angedacht sind für die Pultdachkonstruktionen Schweißbahnen; denkbar wären bei III zusätzlich Pfannen. Glüsenkamp berichtete, dass das Flachdach am Schwimmbad sehr marode sei und neu wieder aufgebaut werden müsse – das Sporthallendach aber sei „bei weitem nicht so betroffen“.

Mit Variante II hatten sich CDU und SPD bereits vorab anfreunden können. Glüsenkamp wies freilich auch auf Nachteile hin: Die durchgehende Länge der Dachfläche könnte irgendwann zu gewissem Durchhängen führen. Auch sei mit 20 000 bis 50 000 Euro höheren Kosten zu rechnen aufgrund etwas aufwendigerer Dachkonstruktion und mehr Eindeckung. Von der Gesamtansicht fand der Planer selbst dieses Modell wegen geringer optischer Auflockerung „nicht glücklich“.

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Das sah Elke Wachendorf (SPD) anders; die Dachfläche wollte sie indes genutzt sehen: „Ich bin für Photovoltaik.“ Von der Last her wäre laut Planer bei den Dachaufbauten ein Solaranlagenaufbau denkbar; Meyerdiercks verwies aber auf die geringe Dachneigung, die weniger Ertrag bedeute. Er wollte die Möglichkeit einer thermischen Solar- oder Photovoltaikanlage berücksichtigt wissen bzw. die Nachrüstung ermöglicht sehen. Heinrich Cordes (CDU) mahnte, die Kosten im Auge zu behalten: „Wir sollten uns beim Dach aufs Mindeste beschränken. Wenn die Solaranlage drauf soll, muss das im Kostenrahmen sein.“ Johann Witte (FDP) drang darauf, nur mit Ziegeleindeckung zu planen, nicht mit Folien: „Damit haben wir weniger Ärger.“

Gerne gehört worden sein dürfte Glüsenkamps Auskunft zum Zeitrahmen des Umbaus. Zwar erwartete er einen Baubeginn wohl nicht vor Oktober, und „mit einem guten halben Jahr“ sei dann immer zu rechnen – die Fertigstellung bis Herbst 2012 stand für ihn aber außer Frage.

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